BLACK GAFFA – DER TAG DANACH

BLACK GAFFA – DER TAG DANACH
(Eigenproduktion)

Hätte ich die Band doch fast mit GAFFA verwechselt, einer süddeutschen Punkrockband. BLACK GAFFA hauen zwar in eine ähnliche Kerbe, haben ansonsten aber nicht viel mit den Schwaben zu tun. Eine weitere Gemeinsamkeit besteht allerdings darin, dass beide ihr aktuelles Album in Eigenregie aufgenommen und produziert haben. Und die Produktion hier ist ausgezeichnet und drückt die abwechslungsreiche Gitarrenmusik druckvoll aus den Boxen. Sehr positiv fällt mir auf Anhieb die Akustik-Gitarre auf, die hier als zweite Klampfe zu hören ist und dem Sound eine mehr als erfrischende Note verleiht.

So, jetzt lese ich nebenher gerade den Fresszettel und da steht das ja auch. Sogar, dass besagte Klampfe markant sei. Und dann auch noch, dass dies bereits das dritte Album der Band ist, die leider – wenn ich die Scheibe so höre – bisher an mir vorbei gegangen zu sein scheint.

Somit kommt auch ein gewisses Rock-Kneipen- aber auch Songwriter-Feeling auf. Gepaart mit knalligem Punk und einem klitze-kleinen Oi!-Einschlag trägt die Band so manche Hymne zu Tage. Dazu fordernde Aussagen, die klare Position beziehen ohne groß drum herum zu reden. Und schon hat man ein fettes Punkrock-Album, das ganz unscheinbar daherkommt, aber von vorn bis hinten einfach rockt.

Mein Fazit zu dieser CD fällt somit äußerst positiv aus. Wenn man den ersten Song mal so als Selbstverherrlichungs-Intro außen vor lässt, finden sich hier 14 eindringliche und intensive Rock-Songs mit Wumms, aber auch voller Gefühl und Leidenschaft wieder. Wäre der Begriff Deutschrock nicht durch unsägliche Patridioten- und Nationalisten-Bands so negativ besetzt, könnte man diesen hier durchaus ebenso anbringen, denn simpler Punkrock ist’s halt doch nicht. Deshalb mach ich das jetzt auch einfach mal, denn das hier ist nicht nur eine politische, sondern auch musikalische Ansage an den stumpfen Outsider-Mainstream. Tipp! Mirko

www.black-gaffa.com