THE MYERS – THREE CHORDS

THE MYERS – THREE CHORDS
(Eigenproduktion)

Bei den in Düsseldorf ansässigen THE MYERS haben sich diverse, zum Teil recht erfahrene Musiker aus Deutschland, England und Argentinien zusammengetan, um mal wieder etwas frischen Punkrock aus den Boxen zu blasen. Bereits im Oktober vergangen Jahres hat das Quintett in Eigenregie diesen, ihren ersten, Longplayer unters Volk gebracht.

14 Songs befinden sich auf dem Album, wobei man sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache singt. Die Texte befassen sich mit allem möglichen und sind mal politisch, mal persönlich und auch mal partytauglich. Man präsentiert also ein ausgewogenes Themenspektrum und versteift sich nicht auf eine einzelne Richtung. Verpackt hat man die Texte in flotten, schnörkellosen Punkrock. Dabei hat man schöne Melodien im Gepäck und kann auch mit einigen Mitgröl-Passagen aufwarten. Das Ganze wird mit viel Enthusiasmus und Ausdruck vorgetragen und trotz weniger Akkorde kommt die Abwechslung nicht zu kurz. Da merkt man schon, dass die Jungs nicht erst seit gestern musikalisch aktiv sind. Abgerundet wird das Werk durch einen sauberen, klaren Sound, der auch über den angemessenen Druck verfügt, so dass die Lieder nicht nur ziemlich durchdacht und ausgereift klingen, sondern auch ein stimmiges Soundgewand aufweisen.

Mit ihrem Debüt hat die Truppe ein solides Punkrock-Album an den Start gebracht, das beim ersten Hören vielleicht noch ein bisschen gewöhnlich erscheint, beim näheren hinhören aber mehr offenbart, als man zunächst annehmen könnte. Die Scheibe läuft mir also ziemlich gut rein und hat eigentlich alles, was ein gelungenes, modernes Punkrock-Album ausmacht. Mirko

www.the-myers.de