DESOLATED – THE END

DESOLATED – THE END
(BDHW Records)

Ganz schön böse und gefährlich sieht die Band aus Southampton aus. Und sowohl Bandname als auch Plattentitel lassen deftiges Material erwarten. Und während es auf dem Coverbild und im Inneren des aufklappbaren Digisleeves, aus dem ich die CD übrigens mühsam heraus frickeln musste, noch etwas farbiger zugeht, wird es musikalisch dann doch eher düster und brutal.

10 brachiale und wütende Hardcore-Stücke mit metallischem Einfluss werden einem hier vor die Füße gekotzt. Roh, ungeschliffen und bestimmt drei Töne tiefer gestimmt, lässt man hier seinen Aggressionen freien Lauf. Dabei setzt man auf viele schleppende Parts, die nur hin und wieder mit gesteigertem Tempo unterbrochen werden. Deshalb sind mir die meisten Songs, so derbe tief und brutal sie auch sein mögen, auch etwas zu träge. Ein bisschen mehr Vorwärtsdrang (wie in dem 30-Sekunden-Knaller „Withdrawal“) hätte da nicht geschadet. Aber da man textlich eher so in die destruktive Richtung geht und auch mal Selbstzweifel hegt, ist das vielleicht der geeignetere Weg, dies angemessen zu vertonen. Aber wie gesagt, für mich zieht sich das manchmal echt zu lange und wird daher mit der Zeit schon etwas ermüdend.

Mit ihrem Debüt liefern die Briten für mich daher ein, ich sag mal, durchschnittliches Album ab. Der Sound ist schon derbe und bringt Inhalt und Emotion gut rüber. Die Riffs sind aber halt doch eher gewöhnlich und alles viel zu lahm und träge. Wird bestimmt seine Freunde finden können, mir aber am Ende doch etwas zu ‘desolated’. Mirko

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