DEAMON’S CHILD – SCHERBEN MÜSSEN SEIN

DEAMON’S CHILD – SCHERBEN MÜSSEN SEIN
(Zygmatron Music)

Bei dieser Scheibe handelt es sich um das bereits zweite Album des Trios aus Hannover, das erst im Jahre 2013 gegründet wurde. Und darauf präsentiert man eine außerordentlich gelungene Symbiose diverser musikalischer Stilrichtungen. Lediglich sieben Songs finden sich auf dem Silberling wieder, wobei die Spielzeit der einzelnen Songs zwischen zwei und zehn Minuten variiert, in denen man sich nicht von irgendwelchen Konventionen einschränken lässt.

Das Soundgewand von DEAMON’S CHILD geht dabei in eine brachiale Richtung, man legt sich aber nicht auf eine Schublade fest. So findet man Einflüsse aus dem Metal, Hardcore, Punk, Stoner-Rock, Noise-Rock aber auch psychedelischen Elementen und ein kleines bisschen Wave und NDW wieder. Es gibt fette Gitarren und schleppende Beats, die ein oder andere Melodie, düstere aber auch deftige und schnelle sowie rockige Passagen. Dazu einen weiblichen Gesang, der von aggressiv über zart bis hin zu melancholisch alles abdeckt und dies auch wunderbar zu mischen weiß. Die Texte sind teilweise sehr kurz – der Song „Schweinehund kommt tanz’ mit mir“ besteht nur aus dieser Zeile – lassen dafür aber auch Raum für Interpretationen. Dabei streift man immer wieder die dunklen Seiten des Lebens und begibt sich tief hinab in die Abgründe der Existenz.

Mit „Scherben müssen sein“ hat das Trio eine wirklich interessante und intensive Scheibe abgeliefert, die sich aus dem tiefen Untergrund bis zur Oberfläche und wieder zurück gräbt und einen mit dorthin hinunter, aber auch in ihren Bann zieht. Emotional und destruktiv, aber auch verführerisch und hoffnungsvoll und für mich absolut hörenswert. Mirko

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