DEAD KOYS – WEHRINGHAUSEN

DEAD KOYS – WEHRINGHAUSEN
(Antikörper-Export)

Labelchef Bulli ist bekannt dafür, dass er nur Platten von Bands veröffentlicht, die er auch selber mag und hört (oder hören würde). Da ist unter einigen zuvor unbekannten Namen schon so manche Perle aufgetaucht und das Beispiel KITT WOLKENFLITZER rast mir auch direkt durch die Birne.

Mit den DEAD KOYS hat er sich wieder einer Band angenommen, die (noch) nicht den ganz großen Namen hat, aber die nach 16 Händen voller Konzerte dabei ist, sich diesen zu machen. Spätestens mit dieser, ihrer dritten EP, sollte Mensch die Band aus dem Hagener Stadtteil “Wehringhausen“ (somit schließt sich auch der Kreis zum Titel) auf dem Zettel haben. Suchend und verträumt und voller Emotionen hinterlassen die fünf jungen Herren ihre Handschrift und ihre Seeleneinblicke in sechs Songs. Rock, Punk, Emo, von allem ein wenig bzw. von allem ganz viel. Hier geht´s nicht um Härte oder Geschwindigkeit, sondern um musikalische Akzente, kleinere Spielerein und einer daraus resultierenden Vielfalt, die die Songs voneinander unterscheiden, sie aber trotzdem wie aus einem Guss erscheinen lassen.

Die Reise hätte gerne länger sein können, aber dafür ist sie intensiv und lässt auch nach mehreren Durchläufen keine Langeweile aufkommen. Und da mich vor allem die alten Sachen von THE GASLIGHT ANTHEM flashen und mit “Wehringhausen“ Erinnerungen an diese aufkommen, kann die Platte ohnehin punkten. Dass sie auf weißem Vinyl und mit Siebdruck auf der B-Seite kommt und einseitig bespielbar ist, ist nett. Hier passt eigentlich alles, nur das schreckliche Cover bietet noch Luft nach oben. Steff

www.facebook.com/deadkoys