PROUD TO BE PUNK #22

PROUD TO BE PUNK #22

Wie schafft der Jan das immer nur, in so kurzer Zeit 80 Seiten zu füllen. Und das auch noch mit richtig gutem Inhalt. Das A5 Fanzine ist nämlich wieder prall gefüllt mit Interessantem, wobei diesmal wieder etwas weniger die Musik, sondern mehr die politischen Themen im Vordergrund stehen. Aber fangen wir mit der Musik an.

Ein ausführliches Interview mit ALARMSIGNAL findet sich, welche eine breite Palette an Fragen zu beantworten hatten. Dazu ein sehr interessantes und persönliches Gespräch mit VORBEUGEHAFT und ein sechsseitiges Interview mit den Ost-Punk-Legenden von L’ATTENTAT, welches von mir aus auch gerne noch weitergehen hätte können. Aber eigentlich gefallen alle Interviews, da man viel über die Bands erfährt und das musikalische nicht an erster Stelle steht. Ein weiteres Interview gibt es mit dem Verein „Refugee Support Plauen“. Ein weiteres Statement zur Asyldebatte und die Situation in Sachsen gibt es von „Bon Courage“. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen Verein, bei dem Jan selbst auch aktiv ist. Auch Paul Watsons Aktivistengruppe „Sea Sheperd“ wird Platz eingeräumt und auch diese Gruppe etwas näher vorgestellt. Das ist aber noch lang nicht alles. Ein etwas zu lang geratener Artikel über Jans Geburtstagsparty, ein Bericht über die tschechische Antifa auf Grundlage des Dokumentarfilms „161<88“, ein Blick auf rechte Tendenzen im HipHop und noch vieles mehr findet sich in dieser Ausgabe. Das alles ist wie immer weit entfernt von Oberflächlichkeit und mit vielen Hintergrundinformationen versehen.

Gewohnt souverän präsentiert Jan also mal wieder eine breite Themenpalette die interessant und lehrreich ist und dabei doch unterhaltsam und locker daher kommt. Ich bin wie immer äußerst angetan von diesem Heftchen und hoffe, dass Jan nicht Müde wird und in Zukunft noch so einiges kommt. Mirko

jan.sobe@t-online.de