PROJEKT PULVERTOASTMANN – KEIN FRIEDEN

PROJEKT PULVERTOASTMANN – KEIN FRIEDEN
(Eigenproduktion)

DiY-Streetpunk aus Hamburg verspricht die erste CD der Band mit dem etwas seltsamen Namen. Selbstverständlich in Eigenregie veröffentlicht und in nur zwei Tagen eingespielt bin ich voller Erwartung an rumpeligen Kellerpunk. Vierzehn Songs haben die Jungs eingeprügelt und wollen den geneigten Deutschpunk-Fan nun am Ergebnis teilhaben lassen.

Natürlich erwartet einen hier kein musikalisch ausgefeiltes Werk, sondern roher Punkrock, der für die kurze Aufnahmezeit allerdings mit einem erstaunlich guten, druckvollen Sound aufwarten kann und weniger holprig als vermutet um die Ecke kommt. So geht es hier mit erhöhtem Tempo und ohne große Schnörkel direkt nach vorne ab. Dabei man merkt auch, dass die Band schon seit einiger Zeit zusammen auftritt und somit auch gut eingespielt ist. Wie es sich für eine waschechte Szeneband gehört, sind die Texte ziemlich angepisst und direkt aus dem Bauch heraus. So wettert man nicht ganz frei von Phrasen und Parolen gegen den Staat und seine Auswüchse. Textlich gibt man sich kämpferisch, den Blick stets nach vorn gerichtet und von Emotionen gelenkt ohne das wesentliche aus den Augen zu verlieren. Somit hat diese Scheibe eigentlich alles, was eine authentische Punkrock-Band ausmacht.

Mit ihrem Erstling erfindet das PROJEKT PULVERTOASTMANN das Rad natürlich nicht neu, liefert aber stürmischen, rotzigen Punk mit direkten Aussagen ab, der mir sehr zuträglich ist. Hier ist nichts gekünstelt oder beschönigend. Das ist Sound von der Straße, für die Straße und wird auch in der Asi-Punk-Ecke ganz bestimmt viele Freunde finden. Ich zumindest find’s gut und freue mich immer wieder über solch idealistische Bands. Mirko

www.projekt-pulvertoastmann.de