F*CKING ANGRY – DANCING IN THE STREETS

F*CKING ANGRY – DANCING IN THE STREETS
(RilRec.)

Nach einer Demo-CD kommt nun das erste offizielle Album von F*UCKING ANGRY. Die Band aus Bonn spielt bereits seit drei Jahren zusammen und macht dreckigen Punk mit Hardcore-Anleihen. Dazu ein rauer weiblicher Gesang und gemischtsprachige Texte in Deutsch und Englisch. Hört sich schon mal gut an und ist es dann auch.

So werden F*UCKING ANGRY ihrem Namen durchaus gerecht und kotzen sich rundum aus. Allerdings nicht auf die plumpe Art. Die Texte sind zwar nicht immer phrasenfrei, aber teilweise doch recht originell und ebenso direkt. Vorgetragen werden diese von einem angepissten Gesang, der mich stellenweise an BLUTTAT erinnert. Aber auch musikalisch lassen sich durchaus Parallelen erkennen. Noch besser als der Gesang gefällt mir allerdings der verspielte, knackige Bass, der manch Song seinen Stempel aufdrückt. Überhaupt ist der Sound absolut gelungen und stimmig, aber dennoch rotzig und kraftvoll. Etwas überrascht war ich daher vom Titelsong, der mit Hawaii-Orgel intoniert wird und dann in einen tollen, melodiösen Pop-Punk-Song mündet und so gar nicht dem entspricht, was es hier sonst so an hartem Stoff zu hören gibt. Passt aber ausgezeichnet als letzter Song. Allerdings wird danach nochmals als Bonus ein deftigerer Scheiß-auf-Arbeit-Song gespielt, was den eigentlich guten Effekt wieder neutralisiert – auch wenn der letzte Song nochmals sehr geil ist. Zu einem absoluten Hit hat sich daneben aber der Mitteltrack mit dem schönen Namen „Atomstrom“ entwickelt, von dem ich grad gar nicht genug bekommen kann. Da stimmt einfach alles!

Leider ist die Scheibe mit gerade mal 23 Minuten Spielzeit etwas kurz geraten, aber besser kurz als scheiße! Mich können F*CKING ANGRY mit ihrem fetten Retro-80er-Jahre-HC-Deutschpunk jedenfalls überzeugen. Da ist wirklich Pfeffer im Arsch, wobei man nicht vergisst, die ein oder andere Melodie oder eingängige Passage mit einzuflechten, so dass man die Eintönigkeit gekonnt umgeht. Sollte man also auf jeden Fall mal rein hören! Mirko

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