HI TERESKA – DIE WÄNDE WEIß GESTRICHEN

HI TERESKA – DIE WÄNDE WEIß GESTRICHEN
(FACT Records / Flight 13 Records)

Meine Recherchen haben soeben ergeben, dass das letzte HI TERESKA Album im Jahre 2007 erschien. Wir haben es also mit einer sehr gemütlichen Band zu tun, die sich nicht jagen lässt und das spiegelt sich auch im Sound wieder. Dazu aber gleich mehr, denn erstmal kurz die Eckdaten. HI TERESKA gingen aus der Band EINLEBEN hervor, wurden 2003 gegründet und haben mit dem jetzigen Werk zwei Alben und eine Split MC mit PEPPONE auf dem VÖ-Tacho.

Verwurzelt ist die Band im emotionalen Punk mit Indie und Pop-Einflüssen, wobei wir das Kind auch direkt beim Vergleichsnamen nennen können, denn nichts ist hier näher liegender als der Sound der BOXHAMSTERS. Man könnte meinen, hier wären die kleinen Bruder oder die Hamsters persönlich am Werke. Sehr melancholisch und auch mit viel Tiefgang erzeugen HI TERESKA eine Stimmung, zu der der Albumtitel „Die Wände schwarz gestrichen“ besser gepasst hätte, weil „weiß“ entgegen dem Album einfach zu fröhlich und positiv klingt.

Die Songs werden von schrammeligen Gitarren getragen, die Töne gerne mal länger gehalten, und es wird nicht immer gesungen, sondern auch oft erzählt. Midtempo regiert die Scheibe, erzeugt aber leider phasenweise auch Monotonie – und diese läuft Gefahr anstrengend oder auch einschläfernd auf die Parts der Hörerschaft zu wirken, die sich in diesem Genre nicht unbedingt zu Hause fühlen, wie meine Person z.B. Wer aber auf die bereits oben genannten BOXHAMSTERS oder auch auf langsame EA80 steht, kann bedenkenlos zugreifen. Die Anderen hören vorab besser erstmal rein. Spike

www.hitereska.de