TURBOBIER – IROKESENTANGO

TURBOBIER – IROKESENTANGO
(Downbeat Records)

TURBOBIER – Die 4 Jungs aus Wien sind mir schon länger ein Begriff, was hauptsächlich daran liegt, dass sie vor Veröffentlichung dieses Debüt-Albums schon mit 4-5 höchst professionellen Videos auf sich aufmerksam gemacht haben. Gut ein Drittel der Songs dürfte leidenschaftlichen Biertrinken und Punkrockern also schon von YouTube bekannt sein.

TURBOBIER stehen für melodischen und modernen Punkrock. Ausbrüche ins Hardrock- oder Schlagerland sind ihnen nicht fremd und stehen ihnen aufgrund der sauberen, fetten Produktion und der hoch gespielten Solis auch ganz gut zu Gesicht. Neben der starken Ohrwurmgarantie werden die Songs auch garantiert immer in Wiener Mundart gesungen. Ich würde mal behaupten, dass die meisten Piefkes den Fendrich, also den Rainhard, oder den Hölzel, den Johann (auch bekannt als Falco) besser verstanden haben, denn diesbezüglich lassen TURBOBIER mal so richtig den Wiener raushängen. Aber genau das zeichnet diese Band aus, macht sie besonders und lässt sie aus der Masse hervorstechen. Hauptthema ist natürlich, wie schon im Bandnamen verankert, das Bier. Und wer viel Bier trinkt, der geht natürlich auch mal auf den „Fuassboiplotz“, sammelt „Floschenpfand“, bezieht „Notstandhüfe“ (Arbeitslosengeld) und hasst die „Kiwara“ (Die Bullen). An Klischees fehlt es wahrlich nicht und erst recht nicht an Spaß.

Es wäre fast ein kleines Konzeptalbum, wenn sich da nicht doch ein ernstes Liedchen zwischen gemogelt hätte. Es trägt den Namen „Hand in Hand“, ist textlich total TURBOBIER-untypisch, aber für mich der Überhit der Platte. Vielleicht auch gerade, weil es aus dem Rahmen fällt. Insgesamt erwartet die Hörerschaft feucht-fröhliche Laune und beste Unterhaltung. „Irokesentango“ ist jedenfalls die perfekte Fun-Punk Platte für jede Party. Spike

www.turbobier.at