SPIRITS – DISCONTENT

SPIRITS – DISCONTENT
(Reality Records)

Nach einer Split- und einer eigenen EP präsentiert die Straight-Edge-Hardcore-Band aus Boston mit „Discontent“ ihr erstes komplettes Album. Und was soll ich sagen, hier gibt’s richtig auf die Omme. 12 wilde Kracher, die einiges an Energie freisetzen, folgen auf ein Intro, das einen solchen Aggressionsausbruch nicht vermuten lassen.

Das was hier abgebrannt wird, haut einem direkt in die Fresse und schreit förmlich nach einem schweißtreibenden Slamdance, bei dem man sich so richtig austoben kann. Apropos schreien. Das was der Shouter hier so von sich gibt, ist an Intensität kaum zu überbieten. Da werden die Textzeilen mit einer Wut heraus gebrüllt, so dass die Ohrmuscheln mal wieder richtig durchgeföhnt werden, was hörbar an die Grenzen geht. Da werden die Stimmbänder mächtig strapaziert wobei sich die Stimme oft kurz vor dem überschlagen befindet. Unterlegt wird dieser Orkan mit treibenden Rhythmen, die meist in hoher Drehzahl abgefeuert werden. Aber man zügelt zwischendurch auch mal das Tempo, ohne dabei an Kraft zu verlieren. Im Gegenteil. Die langsameren Parts fördern eher die Dynamik und bauen eine Spannung auf, die sich dann mit voller Wucht entlädt. Der kompromisslose Sound knallt schon richtig rein und folglich bleibt hier kein Stein auf dem anderen. Dazu gibt’s angepisste Texte, die die Dinge beim Namen nennen und unmissverständlich die politische und kritische Haltung der Akteure wiederspiegelt.

Von der ersten Minute an geht’s hier richtig ab. Mit viel Wut im Bauch werden einem die Songs vor den Latz gehämmert, als ob es kein morgen mehr gäbe. Für mich daher eine richtig geile HC-Scheibe, die noch länger im Hirn, ach was, im ganzen Körper nachhallt. Über die 23 Minuten kurze Scheibe kann ich schlussendlich nur noch wie folgt resümieren: „Aber Hallo. Mein Lieber Schwan. Da geht was!“ Mirko

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