POWERNAP – OREOSMITH

POWERNAP – OREOSMITH
(Klownhouse Recordz)

Mit diesem Mini-Album melden sich die Kanadier von POWERNAP erstmals zu Wort und präsentieren sechs Lieder, die die Band selbst als Punkrock bezeichnet. Ich selbst finde das trifft nicht unbedingt auf alle Songs zu, aber der Punkrock-Einfluss ist dennoch nicht von der Hand zu weisen.

Die ersten drei Stücke würde ich eher in der melodischen Power-Rock-Ecke verorten. In mittlerem Tempo und mit leicht poppigem Einschlag verbreitet das Quintett textlich gesehen gute Laune. Musikalisch schwingt aber auch immer ein bisschen Melancholie mit. So ergibt sich ein doch eher unspektakulärer, zurückhaltender Sound, der mehr dazu einlädt in Gedanken zu schwelgen, als ekstatisch das Tanzbein zu schwingen. Beim vierten und auch eindeutig kürzesten Song gibt man dann etwas mehr Gas, nur um dann auch gleich wieder auf die Bremse zu treten. Beim letzten Stück legt man dann allerdings nochmals etwas an Tempo zu, bleibt dabei aber doch weitgehend farblos. Die Melodien erweisen sich ebenso als recht gewöhnlich, ohne großen Schnickschnack  und durchaus massenkompatibel. Die Produktion ist gut gelungen, aber irgendwie macht sich, die beiden flotteren Lieder mal ausgenommen, kein richtiger Druck oder Vorwärtsdrang bemerkbar, so dass die Scheibe doch ziemlich gemächlich daher kommt.

So wirklich vom Hocker reißen kann mich die Scheibe also nicht. Das ist mir doch etwas zu ermüdend und auch zu profan um richtig rein zu knallen oder tieferen Eindruck zu hinterlassen. Dem Bandnamen wird die Gruppe mit dieser Scheibe meiner Ansicht nach damit aber immerhin gerecht. Mirko

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