ANTIMANIFEST – S/T

ANTIMANIFEST – S/T
(Usedsteel Records)

Aus Graz in Österreich stammt die junge Deutschpunk-Band, die mit vorliegendem Tape ihre erste Veröffentlichung am Start hat. Vier Songs befinden sich darauf und die sind auch wirklich außerordentlich gut produziert.

Beim ersten Stück handelt es sich um ein poppiges Punkrock-Lied über das Trinken aus Gründen des Vergessens. Allerdings nicht so pubertär wie man vielleicht denken mag, sondern schon ein wenig reflektierter und fast schon etwas melancholisch. Es folgt „Zombieland“, ein Lied welches mich sofort an die Senkrechtstarter von KRAFTKLUB erinnert und genauso gut aus deren Feder stammen könnte. Sowohl textlich als auch musikalisch hat man da gekonnt abgekupfert. „Wie Erwachsen“ ist dann wieder etwas stringenter und treibender ausgefallen und von wohligem Leichtmut, auch wenn man sich inhaltlich erneut etwas nachdenklicher gibt aber auch für eine jugendliche warum-auch-nicht-Haltung einsteht. Auch im letzten, einem Akustik-Stück mit dem Titel „Nichts zu feiern“, geht es musikalisch zwar durchaus fröhlich zu während der Text fast schon resignierend daher kommt. Genau diese Diskrepanz zwischen Inhalt und Verpackung macht die vier Songs von ANTIMANIFEST interessant. Dabei wirkt nichts aufgesetzt und der gelingt es darüber hinweg zu täuschen, dass die Melodien eigentlich relativ banal sind.

So bekommt man vier lockere Rock-/Punksongs zu hören, die gut ins Ohr gehen aber nicht abgegriffen wirken. Schön. Mirko

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