ARTIFICIAL EYES


ARTIFICIAL EYES haben ein neues Album abgeliefert, das wie Faustschläge in die empfindlichsten Stellen wirkt. Man spürt es, es ist aussagekräftig, er hinterlässt Wirkung und es spricht eine deutliche Sprache. Doch nicht nur das Album, die Musik oder die Texte haben was zu sagen – auch die Musiker machen klar, dass mehr hinter ihrer Band und in ihren Köpfen steckt, als ein einfach nur “Mucke machen“. Das ist gut, das ist wichtig, also legen wir los…


Erstmal Glückwunsch zum neuen Baby  (I just want a Brand-New Revolution). Wie war die Geburt? (Schreiben der neuen Stücke, Umsetzung im Proberaum, Aufnahme, Layout etc.) Ist ja oftmals ein langer, stressiger und manchmal auch steiniger Weg bis zu einer Album-Veröffentlichung.


Tanio:
Hallo zusammen. Vielen lieben Dank für die Glückwünsche. Es hat sich zwar ganz schön in die Länge gezogen, aber wir sind allesamt mit dem Endergebnis ganz zufrieden. Bei der neuen Scheibe verhält es sich an sich wie beim Vorgänger “Revolt“. Micha hat bis auf wenige Ausnahmen fast alles selber geschrieben und komponiert, dann setzen wir das zusammen im Proberaum um. Ich bin nur recht selten dabei, da ich eine Anreise von 250 km habe und somit nicht bei jeder Probe dabei sein kann, auch wenn ich das wirklich vermisse. Die Probe dient ja auch bei mir zumindest unter anderem als Ablassventil. Das Gesamte Layout kommt auch aus Micha Feder, er macht dies beruflich und versteht sein Handwerk auch.

Benno: Die Songs sind in ihrer Grundstruktur außerhalb des Proberaums entstanden.  Das „Finetuning“ und Feilen an den einzelnen Arrangements findet natürlich während den Proben statt. Textlich darf sich jeder austoben, wobei auch hier während den Proben die letzten Korrekturen vorgenommen werden. Die Aufnahme an sich ging „gut von der Hand“ bzw. „vom Hals“. Von der Aufnahme bis zum fertigen Produkt empfand ich als den langwierigsten Teil an der neuen Scheibe. Das Layout kommt von Micha. Er als Profi auf diesem Gebiet lässt es sich da nicht nehmen selbst Hand an zu legen.
Fabi: Micha und Benno kommen gern mit Vorproduktionen an. Da wird dann dran geschraubt bis es passt. Texte darf gerne jeder beisteuern. Die müssen auch nicht zu 100% übernommen werden. Auch da wird gebastelt und verändert bis es für alle stimmt.


Wie kritisch seid ihm beim Schreiben eurer Lieder? Wird da so lange dran rumgebastelt bis alles passt und alle zufrieden sind oder gibt´s auch Songs, bei denen ihr auf keinen Nenner kommt und die dann in der Tonne landen?


Benno:
Ich für mein Gefühl finde das wir schon kritisch unseren eigenen Songs gegenüber sind. Vor allem ist der Micha unser Perfektionist – das Ergebnis gibt ihm Recht.

Aktuell (also zum Zeitpunkt dieses Interviews) wird ja heftig über Pediga diskutiert. Gab´s in Stuttgart auch einen peinlichen Ableger dieses Vereins? Und was glaubt ihr – wo finden die ganzen dümmlichen, realitätsfernen Kommentare der Verantwortlichen, Sympathisanten und Mitläufer ihren Ursprung?

Fabi: Es gibt und gab in Stuttgart bisher gottseidank keine solchen Flachpfeifen. Und wenn, dann sind sie so verschwindend gering, dass sie nicht auffallen. Stuttgart gilt wohl deutschlandweit als Vorbild was die sogenannte „Integration“ angeht. Was auch immer das bedeuten mag. Auf jeden Fall ist man in Stuttgart tolerant gegenüber „Fremden“. Aber nicht gegenüber Rassisten und Faschisten. Wo diese Pegida ihre Ideologie her nimmt ist wohl jedem klar. Warum aber so viele „Otto Normalverbraucher“ da mitlaufen wird mir schleierhaft bleiben. Aber das Mitläufertum ist in Deutschland ja nach wie vor angesagt. Es sind bestimmt nicht alles Nazis, die in Dresden, Leipzig, Köln und sonst wo auf der Straße sind. Aber Rassisten! Und das macht die Sache auch nicht besser.

Benno: Mir ist bisher keine Pegida-Abspaltung in Stuttgart bekannt, und das ist auch gut so. Es gibt bestimmt in geringer Anzahl auch Menschen im Großraum Stuttgart, welche der Pegida-Nummer etwas abgewinnen können, aber wie Fabi schon sagte in sehr geringer Anzahl. Ob in naher Zukunft sich etwas in diese Richtung auch in Stuttgartentwickelt wird man sehen. Anfang des Jahres gab es auf jeden Fall eine „profilaktische“ Gegendemo, welche mit mehreren Tausend Demonstranten eine klares Statement aus Stuttgart gesendet hat.


Innerhalb unserer Szene haben wir bereits seit Jahren schon eine kleine Art Pegida, nämlich die Grauzone, welche oft eine ziemlich große und undurchsichtige Zone ist. Ihr deutet mit eurem Song “Fuck your Attitude“ an, das Geld keine unwichtige Rolle beim Erhalt dieser Suppe spielt. Warum ist der Rubel dort so dermaßen am Rollen und warum lässt sich damit so gut Kohle machen? In einem ähnlichen Zusammenhang sagte mir auch mal jemand, dass er der Meinung sei, dass auch Teile der linken Szene durch die permanente “unbewusste“ Werbung, z.B. durchs Teilen unzähliger Frei.Wild Aufklärungsberichte bei Facebook, eine Mitschuld am Erfolg diverser fragwürdiger Bands tragen würden. Würdet ihr sagen, das an der Theorie was dran ist? Klar ist auch negative Werbung in Endeffekt nichts anderes als Werbung, aber wie schafft man es Aufklärungsarbeit zu leisten, ohne einer Band zu viel Aufmerksamkeit zu schenken oder sie am Ende noch interessant für einige richtungssuchende Kids aussehen zu lassen?


Tanio:
Ich habe so den Anschein, dass heute einfach noch weitaus mehr stumpf konsumiert wird als je zuvor. Die wirkliche Bereitschaft sich mit eher unangenehmen Themen auseinander zu setzen, mindert den Spaß. Da säuft man sich doch eher dick und dumm. Eine sogenannte Toleranz wird somit ganz schnell zur Ignoranz und sorgt eben dafür, dass die „Szene“ so dummdreist von Teilen einer an sich komplett anderen Szene unterwandert wird. Ich bin inzwischen persönlich schon so weit, dass ich auf sogenannte Spaßbands gar keinen Bock mehr habe. Dafür bin ich viel zu gehalst, nenn es wegen mir auch verbittert. Ich verurteile aber auch niemanden, wenn er sich Spaßpunkbands rein zieht, wenn er trotzdem noch den gewissen „benötigten und vorantreibenden Hass / Frust“ oder ähnliches in sich trägt und den dann auch mal an passender Stelle raus lässt. No Future ist schon sehr lange keine Option mehr bzw. war es sogar vielleicht noch nie eine. Ansonsten könnten wir depressiven Wave oder negativen Hardcore machen und keinen kritischen Punkrock. Sicher ist was dran, dass Negativwerbung durchaus eher eine Positivwerbung für die falsche Seite sein kann. Fakt ist aber auch, dass es speziell für Neueinsteiger wirklich schwer ist zu erkennen, welches für unsere Begriffe die falschen Bands, die falschen Booker, die falschen Veranstaltungsläden sind. Dafür muss Mensch ja erst mal sensibilisiert werden. Und irgendwie kann man solche Bands auch nicht einfach im Alltag komplett ignorieren, dafür sind sie leider viel zu präsent.
Fabi:
Warum lässt sich mit Burger King, der Bild oder Religion so viel Geld machen? Weil es die Konsumenten einen Dreck schert, was sie konsumieren. Es wird einfach so hingenommen. Denken macht wohl zu viel Kopfweh. Außerdem hemmt es den Alkoholkonsum. Es wird nicht reflektiert um was es in den Texten geht. Hauptsache gegen irgendwas. Und saufen. Und nachdem die Onkelz abgedankt haben, ist der Ring frei für Natterngezücht jedweder Art. Totschweigen hat noch nie irgendwas verbessert oder gar verändert. Reden und wissen worüber zu gleichen Teilen ist wichtig. Und das die „Linke“ (?) Mitschuld trägt am Erfolg von „Frei.Wild“, ist meines Erachtens ein bisschen weit her geholt. Genauso sind wohl Flüchtlinge schuld an Pegida. Und die türkisch stämmigen Familien in Solingen und Mölln hätten ja auch in feuerfesten Häusern leben können. Kurze Röcke sind auch schuld an Vergewaltigungen. Alle sind selber schuld. Außer den unpolitischen CDU-Wählern. Die retten das Abendland.
Benno:
Leider ist das reflektierte Auseinandersetzen mit dem Leben, der Szene etc. mit einem gewissen kognitiven Aufwand verbunden. Saufen und Songs mitgröhlen die einem suggerieren, dass man als kleines unterdrücktes Würstchen trotzdem OK ist, ist bedeutend einfacher. Mit diesem flachen Populismus haben Bands wie die Onklez auch ein kleines Vermögen geschäffelt. Dass die Hintergründe der Band ans Licht gebracht wurden, fand ich persönlich richtig und auch wichtig. Darüber, dass dieses Thema danach eine gefühlte Ewigkeit in sämtlichen Foren bis Kleinste immer und immer wieder durchdiskutiert wurde, kann man geteilter Meinung sein. Welchen positiven Effekt diese endlosen Diskussionen – meiner Meinung geprägt von schwarz/ weiß Denken – für besagte Band hatte, kann ich nicht einschätzen.


Von schlechter Musik schnell wieder hin zu guter Musik. Ihr covert auf eurer Platte u.a. auch FREIBOITER und OI!GENZ. War eine OI!GENZ Reunion eigentlich mal Thema?


Tanio:
Nein, eine Reunion war an sich nie ein Thema gewesen. Ich bin kurz nach dem Verlassen der Band Richtung Wiesbaden zu meiner Frau gezogen und habe den Kontakt zu den anderen Bandmitgliedern an sich komplett verloren und hatte von der ganzen Szenengeschichte auch schlichtweg die Schnauze voll. Speziell die OiOi-ichbinunpolidisch-Skinheadszene ging mir mächtig auf den Sack, da sie in meinen Augen immer mehr und mehr verblödete. Zu viel Toleranz, die ich schlichtweg als Ignoranz bezeichnen würde, gegenüber der  leicht rechten Szene ging mir so derbe gegen den Strich, dass ich mich komplett abgewandt habe. Auch heute ist es noch so, dass ich speziell den meisten Skins gegenüber wirklich eher skeptisch bin um nicht zu sagen, dass ich keinen Bock auf diese immer stumpfer werdende Subkultur mehr habe. Damals war bei uns RASH und Redskin nicht wirklich ein Thema, der Großteil bestand aus den doch so unpolitischen Oi-Bratzen. Ich habe mich in Berlin ewig lang mit Hansi (ehemals Offenders und auch AE) drüber unterhalten und ihm geht es auch genauso, wenn er immer Tag für Tag den Kampf neu auf sich nimmt. Über die letzten 10 Jahre hinweg habe ich nur zu Micha immer mal wieder Kontakt gehabt, über meinen Bruder habe ich auch so das Ein oder Andere mit bekommen. In den letzten 4 Jahren habe ich dann auch wieder Kontakt zu Kai bekommen und er hat uns ja sogar letztendlich bei „Steril“ nochmals unterstützt, da er seinen Gesangspart wieder übernommen hat (Live als auch im Studio). Es hat mich extrem gefreut, ihn wieder an meiner Seite stehen zu haben, immerhin haben wir damals mit den Oigenz schon für mächtig Wind in der „Szene“ gesorgt. Ich persönlich würde auch sofort wieder für ein paar wenige Gigs mit Kai, Colin und Fabian die Bühne rocken, wenn nicht wirklich die Gefahr bestehen würde, vor ´nem typischen „unpolitischem“ Oi-Publikum zu spielen, auf das wir allesamt keinen Bock haben. Das haben wir ja damals schon recht schnell klar gemacht durch Songs wir „Raus aus unserer Szene“ oder gar „Hirntot“. An sich ist es echt traurig, dass die Songs von Inhalt her immer noch absolut passen. Wir haben uns alle in den letzten 15 Jahren weiter entwickelt. Wenn ich mir das bildlich so vorstelle ist es schon recht witzig. Das würde vom optischen her eher nach einer Indyband als nach einer Streetpunkband ausschauen, hahaha.


Von FREIBOITER lasst ihr mit “We´re the boys“ einen alten Klassiker zum Thema Fußball neu aufleben. Für wen schlägt denn das Fußballherz? Kickers oder VfB?


Tanio:
Ich selber kann diesem Sport absolut nichts abgewinnen, auch wenn es bei schönem Wetter und mit den richtigen Leuten im Stadion ganz geil sein kann. Das liegt dann für mich persönlich aber an der Atmosphäre und nicht am Sport. Da bin ich aber mit unserem neuen, zweiten Gitarristen der Einzige, der mit diesem Sport nichts anfangen kann.

Fabi: VFB! Auch wenn sie aktuell spielen wie die zweite Mannschaft der Kickers.

Benno: Was für eine Frage… VfB ein Leiden lang!


Seit ihr bei den anderen Bands aus denen ihr stammt (Anm.: neben OI!GENZ noch FREIBOITER, PRODUZENTEN DER FROIDE und WÄRTERS SCHLECHTE) noch aktiv und was geht bei denen so?


Tanio:
PdF haben sich ja leider aufgelöst. Das Bärchen trommelt ja jetzt bei uns und die zwei

Gitarristen  haben mit Hahn, dem Trommler von Freiboiter zusammen die Begbie Boys gemacht, eine Spaßpunkkombo für die Biertrinkerszene (Letzteres sagen sie selber von sich).

Fabi: Das mit den Produzenten hat sich erstmal erledigt. Die Gitarrenmänner und der letzte aktive Bassist haben mit den „Begbie Boys“ eine Rock´n´Roll Band am Start. Der Smiler ist flüchtig. Der Karle geht mit dem Hund raus und ich spiel jetzt mit AE. Aber wer weiß schon was die Zukunft bringt?

Benno: Mit WS spielen wir im März zusammen mal wieder ne´ Show und der Kontakt zu den Jungs ist weiterhin gut. Vor allem ich habe privat noch regen Kontakt zu den Gaunern.


“Sei Rebell, sei Kamikaze, klau Dir was Du willst. Nimm Dir was Du brauchst, sprühs an ihre Glasfassaden, dreh´ völlig durch, bis Du tillst“ – eine Textzeile aus “Revolution“, dem Opener der Platte. Wie würde eure eigene brandneue Revolution aussehen und welche Mittel wären zur Umsetzung legitim?


Micha:
Für uns als Band geht es nicht darum eine Art Anleitung für irgendetwas zu geben, sondern darum uns auszudrücken und andere vielleicht zum Nachdenken anzuregen. Der Text drückt Wut und Verzweiflung gegenüber bestimmten Teilen des herrschenden Systems aus und ist, wenn überhaupt, eine Aufforderung nicht alles hinzunehmen, sondern auch mal über seinen Schatten zu springen. Veränderungen sind nicht einfach und passieren nicht über Nacht. Wir haben dafür leider kein Geheimrezept auf Lager. Im österreichischen Radio habe ich kürzlich einen Wahlwerbespot aufgeschnappt: “Steuern runter, Konjunktur rauf.“ Das war´s. Die Lösung für alles in vier Worte gepackt. Wäre schön, wenn es tatsächlich so einfach wäre. Auf jeden Fall musste ich herzlich lachen, als ich das gehört habe.

Fabi: Jetzt wird´s aber tiefgründig. Ich bin eher der Typ „Kein Staat! Kein Gott! Kein Vaterland!“. Will sagen, dass alle Menschen sich bitte frei auf der Erde bewegen dürfen. Wo auch immer sie hin möchten. Es soll sie keine Grenze, keine Religion und keine Ideologie daran hindern dürfen. Aber bis dahin ist es noch ein langer und verdammt steiniger Weg. Ein Anfang wäre gemacht, wenn Europa sich nicht einmauern würde. Es herrschen diesbezüglich schon Nordamerikanische Verhältnisse. Nur das die Amis die Lateinamerikanischen Flüchtlinge nicht im Mittelmeer ersaufen lassen. Die Australier sind da nicht einen Deut besser. Die stecken die Flüchtlinge ins KZ oder setzen sie in irgendwelchen entlegenen Inselstaaten aus. Und je mehr ich daran denke, desto mehr könnte ich kotzen.

Benno: Das würde jetzt doch arg ausufern… dass das gesamte westliche System mehr als überholt ist, steht außer Frage. Jeder der sich irgendeinen Posten ergattert oder erschlafen hat, ist nur darauf aus, für sich persönlich den meisten (finanziellen) Profit rauszuholen. Frei nach dem Motto „ nach mir die Sintflut“ und „ich hab meine Schäfchen im Trockenen“. Auf wessen Kosten – Scheiß egal… Aber wer bzw. wie verändert sich auf politischem Wege etwas… wer würde denn freiwillig seine Privilegien abgeben, seine Bezüge selbst kürzen etc.


Speziell auf eure Stadt bezogen, hat z.B. Stuttgart 21 gezeigt, wie machtlos Mensch trotz Aufständen und Demos manchmal sein kann, wenn “die Mächtigen“ ihre eigenen Interessen durchsetzen wollen. Selbst ganz normale Bürger haben ja plötzlich die harte Hand des Staates durch Polizeigewalt erfahren. Wie habt ihr damals den Trubel um Stuttgart 21 wahrgenommen?


Fabi:
Live dabei im oberen Schlossgarten. Nicht am blutigen Donnerstag, aber sonst das ein oder andere Mal. Mir ist es ehrlich gesagt scheißegal ob der Bahnhof oberirdisch, unterirdisch oder senkrecht an der Wand hoch gebaut wird. Es ist mir aber nicht egal, das die Bahn, die CDU und alle die daran verdienen, meinen sie können mich (in Vertretung der Masse) verarschen wie sie möchten. Ich möchte an dieser Stelle meinen Pförtner auf Arbeit zitieren, der dazu bemerkte: „Die Lügen schon wenn sie Grüß Gott sagen!“ Dann dachte man (wieder die Masse), man habe die CDU sauber abgesägt und nun einen grünen Verbündeten an der Macht. Aber zu früh gefreut. Wir haben jetzt den Kretschmann. Einen tiefschwarzen, erzkatholischen Hobbiegrünen, der genau den Stiefel der CDU weiter auslatscht. Ergo: in Stuttgart sind die Grünen schwarz, weil die Schwarzen braun sind.

Benno: Die Diskussion um den Bahnhof ist meiner Meinung eher symbolisch. Es geht darum, dass der Mensch/ Wähler/ Bürger oder wie auch immer Du es nennen magst, seit jeher von den Obrigen nach Strich und Faden verar…t wird. Der Unterschied bei S21 ist eben, dass nun mal auch der „normale Bürger“ das so mitbekommen hat.


Wenn wir einen Blick auf euren Plattenteller werfen würden. Welche 3 Platten haben sich dort in den letzten Wochen am häufigsten gedreht?


Tanio:

Non Servium (an sich alles)
Opcio k-95 (Terra Cremada und Reinex)
Gloomster (an sich auch alles)

Fabi:

Madita (ich hab zwei Kinder)

Ike and Tina Turner Best of

Dackelblut “Fluten und tauchen”

Benno:

Bob Marley – Legend

Spicy Roots – One More

The Four Tops – Best Of

Micha:

Interrupters – Interrupters

Skid Row – Skid Row

Herbärds – Oi se Bois

Ziele, Wünsche, Vorhaben für 2015? Sowohl auf die Band, wie auch auf euch selbst bezogen.


Tanio:
Eine schöne Zeit mit der Band haben, und endlich wieder Sommer, als halber Südländer kann ich mit dem Schmuddelwetter nichts anfangen.

Fabi: Den Rockolymp erstürmen, viele gute Shows abliefern, neue Songs machen. Privat auf die Ernennung zu „Worlds okayest Dad“ hoffen.

Benno: Erstmal Band und Familie in Einklang bringen. So das ich allen gerecht werden kann :- )

(Anmerkung Tanio: Benno ist erstmalig frisch Vater geworden)

(Anmerkung Steff: Glückwunsch von meiner Seite!)


Besten Dank!


Tanio:
Wir danke euch für eure Mühe, dieses Interview zu machen.Weiterhin viel Erfolg mit euren Onlinezine!