THE FRYOLOGY THEATRE – SOUNDS OF FRYLAND

THE FRYOLOGY THEATRE – SOUNDS OF FRYLAND
(Eigenproduktion)

Bei dieser Band handelt es sich um eine Konzeptband ala DIE BULLEN. Allerdings haben sich die vier Jenaer einem weniger provokativen und polarisierenden Thema gewidmet: Der Kartoffel. Angefangen beim Bandnamen über die Pseudonyme, die Aufmachung des Covers bis hin zu den Texten, dreht sich alles um die tolle Knolle und man fragt sich sogleich, wie man auf so ‘ne bekloppte Idee kommt.

Verpackt in eine Frittentüte aus Papier ist das Cover illustriert mit einigen historischen Bildern der Kartoffelernte. Sämtliche Songtitel sind an bekannte Bands oder Lieder angelehnt, die nun mit der Kartoffel oder deren Verarbeitung in Verbindung gebracht werden. So zum Beispiel „Hey Ho Potato“, „Motörfries“, „Fries Against“ oder „Born to Fry“ um nur einige zu nennen. Aber auch inhaltlich geht es konsequenter Weise stets nur um das eine. Und das in den verschiedensten Varianten. Kommen wir zur Musik, die sich als relativ abwechslungsreich erweist, vornehmlich aber im Punkrock verwurzelt ist. Aber man hört auch Powerrock, Hardcore und Metal-Elemente heraus. Auch hier orientiert man sich an diversen Größen des Genres. Die Produktion ist druckvoll ausgefallen und lässt nichts an Energie vermissen. Hier sind Leute zu Gange, die schon etwas von dem verstehen, was Sie da so machen. Und das ist auch gut so. Musikalisch kann das FRYTOLGY THEATRE überzeugen, ob man die Sache mit den Kartoffeln nun lustig findet, bleibt aber jedem selbst überlassen.

Die Idee finde ich jedenfalls ja schon ziemlich cool & durchgeknallt, allerdings nutzt sich das Thema aber auch relativ schnell ab und trägt sich, wie ich finde, nicht über die volle Länge des Albums. Ein Manko, dass wohl auf viele Konzept-Bands zutrifft. Musikalisch gibt’s aber überhaupt nichts zu meckern und wenn man nicht auf die Texte hört, kann man sich die Scheibe auch bedenkenlos mehr als einmal reinziehen. Mirko

www.fryologytheatre.com