BUMS – ARTIKEL 5

BUMS – ARTIKEL 5
(Puke Music)

Seit 25 Jahren existieren BUMS nun also schon, wie mir das Promo-Schreiben soeben ins Gedächtnis gerufen hat. Ihre Höhepunkte erlebte die Bands zweifelsohne in den neunziger Jahren, als sie (anfangs auch unter dem Namen FLUCHTPUNKT TERROR) zu einem Mit-Aushängeschild der Schlachtrufe-Sampler und der dazugehörigen Tourneen gemacht wurden. Allerdings waren BUMS innerhalb der Szene auch gerne mal Kritikmagnet. Da war von fehlender Authentizität die Rede, von Studiomusikern die auf Punkrock machen und was weiß ich, was noch alles erzählt oder geschrieben wurde. Wie “echt“ BUMS wirklich sind, interessiert mich eigentlich nicht, denn das werden sie selbst am besten wissen.


Hier also nun, quasi zum Jubiläum, ein neues Werk der Band aus Eislingen (BaWü), das potentieller Zensur vorbeugen möchte und sich dabei sicherheitshalber auf Artikel 5 des Grundgesetztes beruft. Ob das unbedingt Not getan hätte, steht auf einem anderen Zettel, da die persönlichen Texte auf dieser Platte in der Mehrzahl sind und nur vereinzeln Polit-Lyrics zwischengeschoben werden, aber Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste. Musikalisch bleibt alles beim Alten. Gut produzierter Punkrock, phasenweise sehr hymnenhaft, metallisch und in Richtung Stadionrock driftend. Einen ähnlichen Sound bringen z.B. WILDE ZEITEN oder BETONTOD aus den Boxen.

Der Songs bieten eine Berg- und Talfahrt. Manche gehen wirklich gut ins Ohr, aber es gibt auch welche, die die Welt nicht gebraucht hätte. Beim Layout und der gesamten mageren Bookletgestaltung ist auch noch einiges an Luft nach oben Ein paar neue Nachwuchs-Punk-Kids dürften BUMS damit dennoch dazu gewinnen können. Bei denen, die die Band aber noch von damals kennen, wird´s zwischen „entweder mögen oder scheiße finden“ keine großen Auswahlmöglichkeiten geben. Spike

www.bums-punk.de