ARBEITSTITEL: BULLENBLUT – VOLXLITER

ARBEITSTITEL: BULLENBLUT – VOLXLITER
(Eigenproduktion / Black Rose Records)

Hinter diesem sympathischen Bandnamen verbirgt sich ein Duo aus dem sonnigen Breisgau, das beschloss, nach dem Ausfall eines Mitgliedes der eigentlichen Band, zu zweit weiter zu rocken und ein neues Projekt zu starten. Und das nur mit Schlagzeug und Bass. Hört sich interessant an und ist es auch. Nach zwei Jahren hat man es geschafft, diese CD aufzunehmen, die hier nun auf dem Prüfstand steht.

Gleich zu Beginn bin ich ziemlich überrascht, denn eine Gitarre vermisst man überhaupt nicht. Liegt vielleicht daran, dass, bei der Aufnahme zumindest, dann doch des Öfteren dies Instrument zu hören ist. Ist das denn Etikettenschwindel oder nur genauso konsequent irritierend wie die Texte dieser Band, die laut eigener Aussage für „linksradikale, anarchistische Politik und Kultur“ steht und gleichwohl in kaum einem Text die Kritik an dieser ‘Szene’, aber auch der Bürgerlichkeit und des Politgeschehens außen vor lassen? Jedenfalls gehen die Beiden mit viel Spaß an der Sache, Ironie, Sarkasmus und schwarzem Humor an das Projekt heran. So erzählt man fast ausschließlich Geschichten von Lebenssituationen und Verhaltensweisen, die von Inkonsequenz und Gegensätzlichkeit geprägt sind. Und das stets sehr unterhaltsam, da auch direkt aus dem Leben gegriffen. Musikalisch bedient man sich bei verschiedenen Stilen. So geht es neben Melodic Punk, Deutschpunk, Trash-Punk, Fun-Punk und Hardcore auch schon mal in den Elektro- und HipHop-Bereich. Dabei schwanken die Songs zwischen einer Spielzeit von vier Sekunden bis über sieben Minuten. Für jeden ist hier also was dabei.

Die beiden Projektverantwortlichen zeigen mit dieser Scheibe gekonnt, wie sich interessante Musik gestalten kann. Gesunde Härte, Abwechslung, intelligente Texte mit humoristischer Note und kritischem Hintergrund – und das verpackt in 14 arschgeile Punk-Songs. Der Volxliter mundet also vorzüglich. Mirko

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