REMEDY – S/T

REMEDY – S/T
(Schall & Rauch Platten)

Aus Österreich stammen REMEDY, die man nicht mit der gleichnamigen, ebenfalls aus der Alpenrepublik stammenden Cover-Band oder den Namensvettern aus Bayreuth verwechseln sollte. Es ist aber auch ein Kreuz, wenn es mehrere Bands gleichen Namens gibt, man dann plötzlich auf der Webseite der falschen Band landet und sich über die unterschiedliche Musik wundert.

Nun ja, die REMEDY um die es hier geht, spielen seit 2011 zusammen und haben nun ihren ersten Longplayer in Form einer Vinylscheibe veröffentlicht. Geboten wird Indie-Rock mit Punkeinschlag, der mir doch recht mainstream-lastig erscheint. An für sich ja noch kein Qualitätsurteil, gibt es doch einige hervorragende poppige Punkbands auf dieser Welt. Der erste Song „Julianne“ ist dann aber doch eher eine weichgespülte Rockballade, die befürchten lässt, das es auf dieser emotionalen Schiene weiter geht. Und das macht es dann eigentlich auch. Eigentlich, bedeutet, dass es doch auch mal etwas rockiger wird und man das Punk-Element nicht ganz aus den Augen verliert. Dennoch setzt man hauptsächlich auf Songs, die auch dem gewöhnlichen Radiohörer durchaus zuträglich sind. Sehr melodisch sind die Stücke ausgefallen und  wirklich gut gespielt und arrangiert, da kann man bestimmt nicht meckern. Für mich meist aber doch viel zu poppig. Textlich fährt man zu oft auf der Herz-Schmerz-Schiene, auch wenn mal Sätze wie  „You fuckin’ scumbag I wanna kill you!“ fallen. Bei vorliegender Scheibe handelt es sich also eher um eine durchaus taugliche Rock-Scheibe, bei der der Punkrock, so wie er im Song gekonnt „Do you“ oder dem Stück „How could you shell ba any worse?“ praktiziert wird, viel zu oft im Hintergrund bleibt. Auch das grungige Stück „Once bitten twice shy“ bleibt da eine positiv herauszuhebende Ausnahme.

Es fällt mir wirklich schwer, hier eine positive Bewertung abzugeben. Auch wenn das musikalisch wirklich nicht schlecht sein mag, kann ich mit den meisten Songs ob ihrer biederen, manchmal etwas schmalzigen Art nicht besonders viel anfangen. Mirko

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