GASOLINE THRILL – BURN

GASOLINE THRILL – BURN
(Eigenproduktion)

Bereits zwei Jahre ist es her, dass dieses Album erschienen ist. Während die drei Musikerinnen und ihr männlicher Schlagzeuger bereits ein neues Album im Kasten haben, hat das Debüt-Album erst jetzt den Weg nach Deutschland gefunden.

Die Band stammt aus London und gibt sich traditionellem Punkrock hin, der sehr melodiös und auch mal getragener und etwas poppiger daher kommt. Und gerade darin liegt die Stärke von GASOLINE THRILL. Denn gerade die etwas langsameren Stücke, die auch mal hymnenhaften Charakter besitzen, können überzeugen. Vor allem die tolle Stimme von Sängerin Samara sticht hier hervor. Aber auch die anderen Songs haben schöne Melodien und gehen zum Teil ziemlich direkt nach vorne ab. Dabei haben die Briten ein feines Gespür dafür, Emotionen zu transportieren und auch nachdenklichere Songs mitreißend zu präsentieren. An Ausdruck mangelt es jedenfalls nicht. Manchmal glaubt man allerdings, das ein oder andere Riff schon mal irgendwo gehört zu haben und so ist das alles bestimmt noch ausbaubar um nicht in der Masse unter zu gehen. Soll heißen, es fehlt manches Mal, trotz vorhandener Abwechslung, etwas an Originalität. Das ändert jedoch nichts daran, dass die 12 Songs recht gut ins Ohr gehen und man am Ende gerne nochmals auf Playtaste drückt.

Mit „Burn“ ist GASOLINE THRILL ein schönes Debüt-Album gelungen, das vor allem vom Ausdruck und der Gesangsstimme lebt und hier auch voll überzeugen kann. Beim Songwriting könnte man allerdings noch eine Schippe drauflegen und das dürfte meiner Meinung nach kein Problem werden, denn die Fähigkeiten dazu scheinen mir durchaus vorhanden zu sein. Mir zumindest gefällt’s aber auch jetzt schon ganz gut. Mirko

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