FINNEGAN’S HELL – DRUNK, SICK AND BLUE

FINNEGAN’S HELL – DRUNK, SICK AND BLUE
(Heptown Records)

Nein, nicht aus Irland, wie man vermuten könnte, sondern aus Schweden stammt die im Jahr 2010 gegründete Band. Allerdings verschreibt man sich trotzdem dem Celtic-/Irish-Folk mit deutlichen Punk-Einflüssen. Nach einer EP erscheint nun das erste Album von FINNEGAN’S HELL.

Mit mächtig Tempo und guter Stimmung geht’s auch gleich los, so dass sofort die Beine anfangen mit zu wippen. Tolle und auch manchmal etwas ungewöhnliche Melodien wissen dabei zu begeistern und heben FINNEGAN’S HELL aus der Masse der Folkpunk-Bands heraus. Dabei finden Instrumente wie Quetsche, Flöte oder Banjo häufigen Einsatz. Hinzu kommt eine kräftige Hauptstimme gepaart mit viel Chorgesang. Die Songs sind toll arrangiert, absolut eingängig und bleiben gleich beim ersten Hören im Ohr hängen. Dazu serviert man genretypische Texte, vornehmlich übers Trinken, ob nun zum Feiern, zum Verdrängen oder um Sehnsüchte zu bewältigen. Jedenfalls geht es stets feuchtfröhlich zu. Und die verschiedenen Facetten des Trinkens werden auch musikalisch gekonnt umgesetzt. Meist in erhöhtem Tempo, wenn auch mit der ein anderen etwas langsameren Passage und immer das Tanzbein anregend.

Die Mischung aus Seefahrer-Liedern und Kneipen-Songs gelingt den Schweden ausgezeichnet und verbreitet eine angenehme, ausgelassene Stimmung. Sogar ein andächtiges Weihnachtslied findet sich auf der Scheibe. So nehmen einen FINNEGAN’S HELL vom ersten Ton an mit in ihre Welt und dort fühlt man sich dann auch pudelwohl. Mirko

www.finneganshell.com