FESTIVAL DER VOLXMUSIK (03.10.2014 Köln, Underground)

FESTIVAL DER VOLXMUSIK (03.10.2014 Köln, Underground)

Wenn die alten Helden von den Abstürzenden Brieftauben und Mimmis zusammen auf Festival der Volxmusik – Revival – Tour gehen, dürfen wir natürlich nicht fehlen. Da werden Erinnerungen an die goldenen 90iger wach. Mit der schlagkräftigen Truppe Gammel-Mike, Weissen, Anja und meiner Wenigkeit ging es also ab auf die Autobahn nach Köln. Nachmittags waren wir noch zum Kaffeekränzchen bei meiner Patentante Anni in Köln-Zollstock geladen um dann gegen 20 Uhr auf zu brechen gen Ehrenfeld. Natürlich kann man in Köln keine 100 Meter laufen, ohne irgendwelche Bekannten zu treffen. So wurde noch kurzerhand ein Konzert mit Mülheim Asozial in Leiwen klar gemacht und an der nächsten Trinkhalle noch einige halbe mit Maks Rilrec und Anhang geleert, sowie eine Flasche von Mikes selbst gemachten Schädel-Schnaps. Danach waren wir gerüstet fürs Underground.


Dort angekommen, waren die Mimmis bereits am spielen. Dass Underground war gut gefüllt mit Herrschaften älteren Kalibers und die Mimmis waren recht gut drauf. Die bestehen ja seit einiger Zeit aus 3/5 Slime, sprich Gitarist Elf, Multi-Drummer Alex Schwers und der Bassistin, deren Namen mir grade entfallen ist. Die neuen Songs gefallen mir sehr gut, wir haben uns auch die neue CD mit dem bescheidenen Layout zugelegt, auf der allerdings neben den Live dargebotenen Hits auch sehr viel unglaublicher Schrott enthalten ist („hier fliegen gleich die Punker übern Tresen..:“). Genau genommen sind die Mimmis, was neue Songs angeht, sogar eindeutig die besseren Slime. Einige alte Hits wurden auch gespielt und auch einiges aus der Fabsi und der Penautsclub – Phase, soweit ich das noch zusammen bekomme. Gebt den Faschisten keine neue Chance darf bei einer Mimmis – Show natürlich nicht fehlen.

Nach kurzem Umbau starteten dann die Tauben durch. Man kann ja von einer Reunion ohne 50% der Originalbesetzung (nämlich ohne den bekanntlich verstorbenen Konrad Kittner) halten was man will, man fühlte sich doch glatt 20 Jahre zurück versetzt. Den Opener gab wie in alten Zeiten der Bucklige und es wurde fleißig mitgegröhlt und geschunkelt. Mirko hatte sichtlich Spaß und war auch recht gut in Form. Es gab natürlich überwiegend die Mirko Songs von den Tauben zu hören, klar. Hier ein Blick auf das Foto der Setliste, denn an die Songauswahl kann ich mach dank Mikes Schädelschnaps kaum noch erinnern. Ich schätze es gab so anderthalb Stunden Kinderbelustigung mit gut gelaunten Tauben 2.0.

Im Anschluss statteten wir uns noch mit neuen T-Shirts beider Combos aus und wankten zurück Richtung Auto, nicht ohne noch kurz im Sonic Ballroom einzukehren, um noch die letzten Töne von Todeskommando Atomstrom mitzunehmen. Da sich dort natürlich jede Menge bekannte Gesichter tummelten (Gruß an Rüdi Pogoradio), kamen wir unter einer Stunde auch dort nicht raus, zum Leidwesen von Anja, die sich glücklicherweise bereit erklärt hatte, die alten Herren heute Abend zu kutschieren. Glückselig in die Jugend zurückversetzt ging es ab auf die Autobahn und der Rest ist Geschichte. Chris de Barg