LOVE A / KOETER – SPLIT

LOVE A / KOETER – SPLIT
(Rookie Records)

Etwas verwundert war ich, als ich las, hier handele es sich um eine 12“-Vinylscheibe. Denn die beiden Bands, die sich diese Platte teilen, steuern jeweils lediglich drei Songs bei, die insgesamt nicht mal 15 Minuten Spielzeit aufweisen. Genau genommen sind’s dann aber auch nur jeweils zwei Songs, denn beim dritten handelts sich jeweils um den Remix eines bereits gehörten Songs.

Den Anfang machen LOVE A, die in die Richtung Indie-Rock steuern und eine deutliche hörbare Affinität zur Hamburger Schule besitzen, die allerdings etwas poppiger ausfällt als die meisten derer Vertreter. Mit so was kann man mich eigentlich jagen, aber LOVE A haben ganz nette Melodien und die reflektierten, aber direkten Texte find ich ziemlich cool. Der zweite Song wird dann gleich auch nochmals in einem HipHop-Remix dargeboten, der mir fast besser gefällt als das Original. Liegt vielleicht daran, dass hierfür die ANTILOPEN-GANG zuständig war, deren Gastauftritte bei DIE SHITLERS ich schon recht gelungen fand. Passt irgendwie besser zum Text als der poppige Indie-Sound.
Danach präsentieren KOETER ihre zwei Tracks, die in eine ähnliche Kerbe schlagen wie der Splitpartner. Allerdings ist der Sound etwas voller und die Gitarren etwas verzerrter. Dennoch sprechen mich die beiden Songs weniger an und erscheinen mir weniger originell und tempoärmer, dafür textlich etwas verkopfter als die Songs auf der ersten Seite. Für den Remix von KOETER zeichnet sich Killerlady aka Junge von EA80 verantwortlich und dieser ist ziemlich krachig ausgefallen. Dazu gibt’s einen schiefen Gesang der sich anhört, als ob er rückwärts abgespielt wird. Ich finds jedenfalls ziemlich ‘gewöhnungsbedürftig’.

Mit den Songs von LOVE A kann ich mich anfreunden, obwohl das nicht wirklich meine Schiene ist. Kommt eigentlich schon ganz gut und hip rüber, auch wenn’s poppig ist. Mit den Beiträgen von KOETER komme ich dann leider nicht mehr so gut zurecht, da es mir einfach zu profan ist. Zudem werden sich meine Ohren wohl nie an den seltsamen Remix gewöhnen können. Ob man fast 12 Steine für die paar Songs ausgeben will sei zudem auch gut überlegt. Mirko

www.love-a.de
www.kkoeter.com