ÜBERDOSIS – DENN NUR DURCH REDEN WIRD SICH NICHTS ÄNDERN

ÜBERDOSIS – DENN NUR DURCH REDEN WIRD SICH NICHTS ÄNDERN
(SN-Rex / Punk-Booking)

Als die neue ÜBERDOSIS CD auf dem Stapel der zu rezensierenden Tonträger an Lichte kam, dachte ich auf flüchtige, etwas weitere Entfernung für einen kurzen Moment, dass NORMAHL nochmal mit einer Neuauflage ihres Klassikers “Ein Volk steht hinter uns“ auftrumpfen würden. Auf den zweiten Blick und mit etwas weniger Abstand dann aber Klarheit – ÜBERDOSIS aus Ludwigsburg mit ihrem zweiten Rundling.

Den Coververgleich können wir auch locker auf den Sound übertragen, allerdings seien als Maßstab nur die früheren NORMAHL Platten, sagen wir die ersten 3-4 herbeigezogen, und schon wissen wir in etwa woran wir sind. Ich glaub ich zog einen ähnlichen Vergleich bereits bei der Besprechung der ersten CD, aber is´ nun mal so. Im zerrissenen 80´er Jahre Fetzen machen ÜBERDOSIS müde Pogo-Beine wieder munter. Es wird Unverständnis und Kritik geäußert, so wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Dabei reagieren ÜBERDOSIS keineswegs allergisch auf Parolen und nutzen Faschos oder Bullen mehrmals als Hasszielscheibe. Natürlich nicht ausschließlich, denn neben der Anprangerung gibt’s auch solidarisches zum Zusammenhalt und zum Durchhalten.

Insgesamt ein sehr kämpferisches und bissiges Deutschpunk-Album, das textlich und musikalisch “back to the roots“ geht. Viele der Knüppelsongs wurden mit geilen Melodieparts versehen, so dass ich für meinen Teil da einiges mit anfangen kann. Und vielen anderen D-Punk-Liebhaber_innen wird´s da sicher nicht groß anders gehen. Steff

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