COUCHDIVERS – CHANGE YOUR FREQUENCY

COUCHDIVERS – CHANGE YOUR FREQUENCY
(Eigenproduktion)

Seit mittlerweile einer Dekade treiben die COUCHDIVERS ihr Unwesen und bescheren uns nun ihr bereits drittes Album. Leider kenne ich die beiden Vorgänger nicht und so kann ich mich ganz unbedarft auf dieses Album stürzen. Zum Couchsurfen taugt dieses jedenfalls nicht, zum abzappeln dagegen schon eher. Soviel schon mal als Einleitung.

Die Band spielt brachialen Oldschool-HC mit Ausflügen in den Punkrock, der absolut ehrlich daher und authentisch kommt. Viel Energie setzten die Hannoveraner frei, wozu auch die aggressive Stimme beiträgt, die sich nach ordentlich Halsschmerzen anhört. Dabei steht man nicht nur mit dem Bleifuß auf dem Gaspedal, sondern gönnt sich auch langsamere, dafür umso deftigere Passagen mit dem ein oder anderen Break. So kann man nach dem Pogo auch mal etwas hüpfen, springen oder mit dem Kopf schütteln. Dabei schleicht sich auch der ein oder andere Melodieansatz ein, der die Scheibe etwas harmonischer, geradliniger werden lässt. Die COUCHDIVERS verstehen ihr Handwerk und treten einem dabei ordentlich vor’s Schienbein. Der Sound ist ungeschliffen, roh und wütend. Dem passen sich auch die englischen Texte an, bei denen man durchaus auch mal mitgrölen darf.

Mit ihrem dritten Album legt die Band ein mehr als ordentliches HC-Album vor, das knapp 30 Minuten nach vorne los bolzt. Zwar findet man keine wirklich neuen Elemente vor, kann aber mit einer soliden Umsetzung punkten. Zudem bietet es genügend Abwechslung, so dass man hier von einem wirklich gelungenen Album alter Schule sprechen kann. Mirko

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