DIE HALBZEIT – AUS DEM LEBEN DER HIRNKRANKEN

DIE HALBZEIT – AUS DEM LEBEN DER HIRNKRANKEN
(Subwix)

DIE HALBZEIT ist eine Band aus dem Saarland, die von 2003 bis 2005 aktiv war. Zehn Jahre später kam man auf die Idee, einige alte Songs aber auch neues Material aufzunehmen. So entstanden die Aufnahmen dieser zwanzig Songs, wobei die Band auf lediglich zwei Musiker geschrumpft ist.

Beeinflusst von Größen wie den BRIEFTAUBEN oder KNOCHENFABRIK spielen DIE HALBZEIT poppigen Deutschpunk, der sich im humoristischen und dem ein oder anderen kritischen Ansatz versucht. Leider will das nicht so richtig bei mir ankommen. Gut, die Mucke ist hörbar, auch wenn’s nichts wirklich Besonderes ist. Eingängig ist’s allemal und hat auch die ein oder andere Variation im Programm. Insofern ist das eigentlich schon alles ganz nett und flutschig, zumal die Songs durch Kürze auffallen und damit auch nicht überstrapazieren. Die gelegentlichen Holperer sind dabei sicherlich als charmant einzustufen. Aber wer singt: „Ich aß schon Gouda mit Nikki Lauda“ oder „Mein Frisör braucht eine Brille“ muss sich eben jetzt auch die Schelte anhören. Man bemüht sich offensichtlich, aber vergeblich, die eigenen Vorbilder zu kopieren und den Witz in den Texten suche ich bis heute vergeblich. Soll man dazu jetzt infantil, pubertär, grenzdebil oder einfach nur mies nachgemacht sagen? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich ist’s eine Mischung aus allem. Nein, irgendwie kann ich mich hier nur zu einem aufgesetzten Fremdschäm-Lächeln hinreißen lassen.

Tja, sehr schade! Denn eigentlich sind mir die Songs schon zuträglich, auch wenn man ein paar Klöpse heraus hört. Schlimm sind für mich dagegen die meisten Texte. Nein, das versaut für mich leider die ganze, an sich ganz nette Scheibe. Mirko

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