CHRISTMAS – APPETITE FOR SELFDESTRUCTION

CHRISTMAS – APPETITE FOR SELFDESTRUCTION
(Kidnap Music / Ruhelos Platten / Wooaaargh)

Bei dem Cover und dem Bandnamen des hier vorliegenden Debut-Albums (nach einer EP) wird man leicht verleitet, die Band bereits in eine Schublade packen zu wollen, in die sie bestimmt nicht hinein gehören. Nein, hier gibbet weder Metal noch Christen- oder Satanisten-Rock.

CHRISTMAS sind deutlich hörbar von Power-Rock-Bands wie TURBONEGRO beeinflusst. Allerdings ist der Sound hier schon etwas heftiger, deftiger, temporeicher und auch krachiger als der der Norweger. Und das ist auch gut so. Die Stimme ist rauchig und in den Refrains brüllt auch die Bassistin ordentlich mit. Dazu gesellen sich HC- und Punkrock-Elemente, die das Gesamtbild ziemlich rotzig und treibend werden lassen. Die Poetik hat einen Hang zum Nihilismus und der Selbstzerstörung, was sich auch schon im Namen des Titelsongs oder dem Song ‘Christmas sucks!’ wieder spiegelt. Die Themen bewegen sich dabei stets im Bereich Sex, Drugs & Rock’n'Roll, und das natürlich mit dem Skateboard unter dem Arm.

Leider sind die die 10 Songs schon nach 22 Minuten vorbei, bieten dafür aber ordentlich rotzigen Kick-Ass-Punk der straight nach vorne abgeht. Musikalisch und lyrisch all zu anspruchsvoll ist das gewiss nicht, knallt einem aber ein ordentliches Brett Rock’n'Roll mit samt der dazugehörigen Attitüde vor den Latz. Mirko

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