INWIEFERN – 30 MINUTEN PRO STUNDE

INWIEFERN – 30 MINUTEN PRO STUNDE
(Eigenproduktion)

Mit handgeschrieben Promozettel, sofern man bei den 3 Zeilen davon sprechen kann, kommt die CD von INWIEFERN aus Strausberg angetrudelt. Das macht die Truppe schon mal sympathisch. Kein hochtrabendes Geschwafel, mit welchen Größen man bereits die Bühne geteilt hat oder welche Produzentenberühmtheit die virtuellen Regler am Protool-Laptop gedreht hat. Man möchte anscheinend Taten sprechen lassen.

Es handelt sich hier um flotten und gut produzierten Deutschpunk mit Texten, die mein Weltbild nicht neu sortieren, aber vollkommen ok sind. Was hier leider etwas nervt, ist die Einfallslosigkeit in den Songstrukturen. Was bei BROILERS oder PASCOW zu Hitpotential und Wiedererkennungswert führt, ist bei INWIEFERN leider etwas eintönig. Zumal auch die Sologitarre immer in die gleiche Kerbe haut.

Trotzdem ist das eine Platte, die ihre Existenzberechtigung hat, jedoch aus der Masse leider nicht heraus sticht, was u.a. auch an der wenig markanten Stimme des Sängers liegt. Ihr seht, Vor- und Nachteile halten sich in etwa die Waage und live fetzt das sicher auch ganz ordentlich. Die Säulen von POPPERKLOPPER oder FAHNENFLUCHT bringen sie aber nicht ins Wanken. Chris de Barg

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