MOLOKO PLUS # 48

MOLOKO PLUS # 48
Moloko Plus
Feldstraße 10
46286 Dorsten

Langsam aber sicheren Schrittes geht es auf die letzte Ausgabe als Print-Magazin zu. Diesmal auch wieder im A4-Format und wie gewohnt mit reichlich Lesestoff. Schauen wir also mal, was die Nummer 48 so zu bieten hat.

Nach den obligatorischen Vorworten findet sich gleich ein sehr interessanter Artikel über Skinheads in Spielfilmen. Hier wurden zwölf mal mehr, mal weniger bekannte Filme aus verschiedensten Ländern genauer unter die Lupe genommen und umfangreich bewertet. Es folgt ein Interview mit Olaf von SpringtOifel, mit denen ich ja noch nie was anfangen konnte, nicht nur wegen ihrer Nähe zu Walzwerk Records. Daneben gibt es aber auch noch andere Interviews wie zum Beispiel mit den Streepunks von Hounds & Harlots aus San Francisco oder Mensi, Sänger der Angelic Upstarts. Sehr ausführlich ist das Gespräch mit der russischen Mod-Band The Riots ausgefallen, die den englischen Lifestyle vergangener Jahrzehnte auf Russlands Straßen weiterleben. Für meinen Geschmack etwas zu ausführlich geraten ist der zweite Teil der California-Punk-Story, ganz im Gegensatz zum kurzen, auf den Punkt gebrachten Tourbericht von The Fucking Bazookas, ebenfalls aus San Francisco. Aber es gibt auch wieder historisches in Form zweier Porträts zu lesen. Zum ersten handelt es sich um das Surfl-Urgestein und Bad Boy Miki Dora, der nicht nur als ein Rebell auf dem Surfbrett sondern auch als Kreditkarten- und Scheckbetrüger bekannt wurde. Zum anderen wäre da Erwin Seeler, Vater der Fußball-Legende Uwe Seeler und selbst begnadeter Stürmer, und seine Karriere vom sozialistischen Arbeiter-Klub bis zum kommerziellen HSV. Aber es gibt noch einiges mehr. Zum Beispiel die Plätze 50-31 der ‘besten’ Teeny-Bands der siebziger Jahre. :)

Wie schon erwähnt, mit den Kaspern aus Mainz kann ich irgendwie nicht, der Bericht aus dem Sonnenstaat war mir etwas zu lang und bei manch Interview hätte man vielleicht etwas tiefer nach bohren können. Ansonsten ist auch diese Ausgabe mal wieder eine kurzweilige und informative Lektüre mit Blick über den Tellerrand. Mirko

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