PREACHER – COUNTERFEIT PENITENCE

PREACHER – COUNTERFEIT PENITENCE
(Eigenproduktion)

Eigentlich geht’s hier ja hauptsächlich um Punkrock. Man scheut sich ja aber auch nicht artverwandtes Material zu sichten, wenn man es schon zugeschickt bekommt. So auch beim ersten Album der walisischen Metal-Band PREACHER, die in bester DiY-Manier hier alles selbst in die Hand genommen hat, was im mittlerweile arg kommerzialisierten Metal-Bereich nicht besonders häufig vorkommt.

Die Band spielt astreinen Metal im Stil der 1980er Jahre und ist auch deutlich hörbar von Bands aus dieser Zeit beeinflusst. Allen voran IRON MAIDEN, aber auch die frühen METALLICA oder ANTHRAX. Ob das originell ist, lasse ich hier mal offen, aber PREACHER verstehen ihr Handwerk. Dazu bietet die Band auch noch ein Keyboard, welches so manch außergewöhnliche Töne ausspuckt und die Sache schon ein bisschen interessanter macht. Man zelebriert hier dennoch kompromisslos die NWOBHM (bitte googeln), die ihre besten Tage allerdings schon hinter sich gelassen hat. Dabei findet sich kaum ein Track auf der Scheibe, der nicht die 6-Minuten-Marke knackt. Kein Wunder, haben die Jungs über zwei Jahre gebraucht, das Material zu komplettieren. Die Kompositionen, Arrangements und auch die Aufnahme können sich auf jeden Fall hören lassen und zeugen von musikalischem Verständnis. Das hört sich alles schon ziemlich gelungen an, kann man da nur sagen.

Minimalisten und Punk-Puristen werden sich mit der Scheibe sicherlich schwer tun. Für Metal-Enthusiasten und die musikalisch etwas anspruchsvollere Hörerschaft dagegen ist die nostalgische Reise in die Hoch-Zeit des Power-Metals gewiss ein Schmankerl. Die 11 Tracks, die immerhin eine Spielzeit von 72 Minuten aufweisen, haben nämlich schon einiges zu bieten. Mirko

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