GAFFA – ETWAS ANDERS

GAFFA – ETWAS ANDERS
(Eigenproduktion)

Bereits seit knapp 20 Jahren existiert die Band aus der Nähe von Göppingen nun. Nach dem man zu Beginn des aktuellen Jahrtausends eine längere Pause eingelegt hat, erscheint nun die erste CD nach der Reunion im Jahr 2008, die auch einige Besetzungswechsel mit sich gebracht hat.

Als melodischen Punkrock kann man das bezeichnen, was die Band spielt. Neun deutschsprachige Songs befinden sich auf der Scheibe, die doch recht schlicht in der Aufmachung ist. Dafür weist die Aufnahme einen doch recht guten, druckvollen Sound auf. Die Songs sind flott, eingängig und auch wirklich gut gespielt. Von Gerumpel und Gegröle ist man jedenfalls weit entfernt. Diverse Songs erinnern mich vom Stil her jedoch an verschiedene Bands die recht unterschiedlichen Spektren zugeordnet werden können. So hat „Irgendwie da oben“ deutliche Anleihen an WIZO, der Titeltrack besitzt in der Strophe dasselbe Riff wie IGGY POP’s „I just wanna be your dog“ bzw. „Vaterland“ von VKJ und bei „Das Leben ist ein Spiel“ habe ich immer die TOXIC WALLS im Hinterkopf. Aber auch bei den restlichen Songs hat man das Gefühl, das so oder so ähnlich schon mal gehört zu haben. Auch wenn ich da etwas die Eigenständigkeit vermisse, kriegen GAFFA immer wieder die Kurve. Nicht zuletzt da man sich textlich nicht auf ausgetretene Pfade begibt. Diese sind teils kritisch, teils persönlich, aber immer positiv gestimmt und vermitteln ein Gefühl von Aufbruchsstimmung.

Die mittlerweile dritte Scheibe der Band gefällt mir daher auch ziemlich gut. Energiereicher, gut produzierter Punkrock mit viel Melodie und Aussage. Wäre da nur nicht immer dieses Deja Vu-Gefühl. Dennoch kann ich den Daumen hier bedenkenlos nach oben strecken. Mirko

www.gaffazone.de