FOLL FIES – GESCHICHTEN VOM HUNGER UND DURST

FOLL FIES – GESCHICHTEN VOM HUNGER UND DURST
(Eigenproduktion)

Sodele, eine Band aus Kiel bringt hier also ‘ne Deutschpunk-CD raus, bei der diese augenscheinlich alles selbst gemacht hat. Viel mehr lässt sich vorab aber auch gar nicht sagen, weil die Infos zu den jungen Herren von FOLL FIES doch recht spärlich sind. Is ja auch wurscht, also CD innen Player!

Bereitgestellt werden 21 Songs, die sich am Deutschpunk der 90er-Jahre orientieren. Also dem geschmähten Jahrzehnt; und über den Bandnamen wollen wir erst gar nicht sprechen. Positiv sei schon mal hervorgehoben, dass man nicht die Klugscheisser-Revolutions-Linie fährt. Die Palette reicht von Spaß bis politisch oder nachdenklich. Dennoch gestalten sich die Texte das ein oder andere mal recht pubertär, aber man hört doch deutlich, dass die Band mit Herzblut dabei ist und das macht die Sache auch gleich wieder authentisch. Und dumm ist es ja auch nicht immer, was da gesungen wird. Vielleicht manchmal etwas naiv, aber das ist schon OK. Musikalisch, wie gehabt, einfache 3-4 Akkord-Mucke, die ‘nen schönen, rustikalen Sound hat. Nicht zu viel, leicht krachig, treibend und alles gut hörbar. Das ein oder andere aus dem 50-minütigen Programm hätte man aber auch gerne einstampfen können, da man eigentlich genug Material für knackige 30 Minuten hat.

Als bruddliger Schwob wollte ich die Scheibe nach dem ersten hören hier ja erst zerreißen. Zu platt und peinlich sind doch manche Texte. Aber mittlerweile hat die Scheibe mich mit ihrem Charme doch wohlwollend gestimmt und ich kann schon den ein oder anderen kleinen Hit für mich entdecken. Dürfte aber dennoch wohl eher dem jüngeren Hörerkreis zusprechen, was ich aber gewiss nicht abwertend meine. Mirko

www.facebook.com/follfies