SEASICK – BACK IN BAG

SEASICK – BACK IN BAG
(Eigenproduktion)

Wirklich viele Infos zu der vorliegen Scheibe und der Band gibt das Cover und der Waschzettel ja nicht her. Zumindest, dass das Trio bereits seit 1994 existiert und aus dem Saarland stammt. Trotz der langen Existenz der Band bin ich mit dieser bisher nicht in Berührung gekommen, was ich nach dem Konsum der Scheibe doch etwas bedauerlich finde. Jedenfalls sollte man die Band nicht mit den gleichnamigen Ami-Streetpunks verwechseln.

Musikalisch schlägt man aber in eine ähnliche Kerbe, gibt sich aber etwas brutaler, dafür nicht ganz so krachig wie die US-Amerikaner. Derber Hardcore mit leichtem Grind-Einschlag und zum Teil gutturaler Stimme dröhnt da aus den Boxen und die Herren legen los, als ob es kein Morgen mehr geben würde. Immer nach dem Grundsatz: Mit dem Kopf durch die Wand. Vierzehn derbe Knüppel-HC-Songs zwischen ein und zwei Minuten erwarten hier den geneigten Konsumenten, wobei man aber auch den ein oder anderen Melodie-Ansatz erahnen kann. Hauptsächlich geht es aber mit Vollgas gerade aus und das ohne Kompromisse. Leider versteht man von den Texten überhaupt nix und auch Songtitel sucht man auf der Hülle vergebens, so dass hierzu leider keine Aussage möglich ist.

Die neue Scheibe von SEASICK knallt einem so richtig ein Brett vor den Kopf und wenn man dabei umkippt von hinten gleich noch mal. Der Sound passt auch und ist ebenso derbe und roh wie die Musik. Das ist beileibe nix für filigran-fetischisten, dafür bestens geeignet mal wieder ein paar Aggressionen abzulassen. Kompromisslos, hart und verdammt geil! Mirko

www.myspace.com/seasickband