RUINS – INCIDENTS

RUINS – INCIDENTS
(Twisted Chords)

Nach einer Demo CD (2010) und einer Split 12“ mit KYREST (2011), folgt mit „Incidents“ die neue Platte (wieder ne´ 12“) der Bielefelder, diesmal allerdings nicht geteilt, sondern nur RUINS. Für fünf Songs, so mein erster Gedanke, hätte man mit ner´ 7“ Platz sparen können, aber da sich jedes Lied zwischen 5-9 Minuten Laufzeit bewegt, macht das Ganze dann doch wieder Sinn.

Der Staffellauf, den die Band hier hinlegt, wird sehr schleppend und in dichten Nebelschwaden während der Abenddämmerung vollzogen. Es geht nicht um den Sieg, sondern vielmehr darum, sich von Schwermut ins Ziel tragen zu lassen. Auch wenn die Beine schwer werden sollten, drückt der Wind kräftig von hinten und pfeift dabei eine Melodie, die sich aus vielen Stilrichtungen zusammenberaut hat. Hardcore, New Metal oder Crust – dieses Dreiergespann lässt die Wolken dicht zusammenrücken.

Die düstere Atmosphäre macht während der 33 Minuten kaum Anstalten, sich von der Beklemmung zu lösen. Ein Gefühl das viele brauchen oder suchen, dass allerdings manchmal etwas zu langatmig erscheint und oft an einer massiven Wand endet. Hat man diese aber durchbrochen, so schimmert im Mondlicht ein Graben, den ich ganz bewusst noch mal verbreitere, indem ich ihn zwischen “ Tales From The Thousand Lakes“ (AMORPHIS) und der “Lichtlaerm“ von ALPINIST ziehe. Versuch ihn zu überqueren, zieh ihn woanders oder arrangier dich mit ihm. Spike

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