KITTY IN A CASKET – BITTERSWEET

KITTY IN A CASKET – BITTERSWEET
(Better Than Hell Records)

Zum dritten Mal lassen KITTY IN A CASKET die Katze aus dem Sack… Pardon, aus dem Sarg natürlich. “Horror Express” (2009) und ”Back To Thrill” (2011) sind vorausgegangen und was einst begonnen, wird in Perfektion fortgeführt. In ständiger Entwicklung, immer auf der Suche nach der nächsten zuckersüßen Melodie, bewegen sie sich auf Sprossen der Leiter aufsteigend.

Als Psychobilly-Band sehen sich selbst nicht direkt, auch wenn die textliche Themenauswahl auf den ersten Blick den Eindruck in diese Richtung lenkt. Geheimnisvoll, gerne auch ein wenig morbide, aber trotzdem immer noch auf nette und nicht böse Art und Weise tanzen KITTY IN A CASKET in Kreepsville 666 eine Runde mit dem Teufel oder rufen Geister herbei. 2 x sogar in deutscher Sprache, was diese Sparte betreffend vielleicht exotisch wirken mag, aber von KIAC völlig unpeinlich und nahezu einzigartig umgesetzt wird. Die Songs besitzen trotz der Wurzeln in Rockabilly und Punk einen enorm hohen Popanteil, aber das stört mich, wie auch schon beim Vorgänger absolut nicht und spricht auch dafür, dass die fünf Wiener oder Wahl-Wiener (?) nicht vom eingeschlagenen Weg abweichen.

“Bittersweet“ trägt genau die passenden Creepers an den Füssen und tanzt auf einem guten und abgeklärten Niveau. Die Songs sind ausgegoren, besitzen Widererkennungswert und man merkt, das viel Zeit und Herzblut in ihnen steckt. Warum die Band allerdings zu einem Label gewechselt ist, das sich zu großen Teilen dem Deutschrock verschrieben hat, ist mir aufgrund ihres Musikstils ein Rätsel, aber es wird schon seine Gründe haben. Steff

www.kittyinacasket.com