FSK18 – DEBÜT

FSK18 – DEBÜT
(Eigenproduktion)

Das Leben legt einem bekanntlich viele Steine in den Weg, das wissen auch FSK18. Über so manche stolpern sie, andere versuchen sie aus dem Weg zu Räumen. Mal mit roher Gewalt, mal mit sanfter Überzeugungskunst. Viele Wege führen nach Rom, so besagt es das altbekannte Sprichwort. Einen kann man z.B. über die Schweiz nehmen und mit etwas Glück kann man im Kanton Zürich auf FSK18 treffen.

Ein Bandname, der über die Suchmaschine im Regelfall nicht zum richtigen Ziel führen wird – aber zu der Erkenntnis, dass das Leben nicht immer schön ist, ist das Quartett längst selber gelangt. Das Offenbart sich nicht nur in einem, sondern in mehreren Texten, die sowohl mit Ernsthaftigkeit, aber auch mal mit Witz oder ganz persönlichen Eindrücken oder Empfindungen ausgestattet sind. Ein Mittelfinger für die Wirtschaft, eine Ode an Tätowierungen und den damit verbundenen (schönen) Schmerz, ganz viele Zeilen über die Liebe und ihre Eigenarten, und anderes als vielleicht vermutet, alles freigegeben unter 18 Jahren. Mit 3 verschiedenen Sängern wird das Album auch mit verschiedenen musikalischen Einflüssen betankt (jeder hat so seine eigenen) und der Rädelsführer “Punkrock“ muss sich mehrmals dem Deutschrock unterordnen – fast schon zu oft. Auch ne´ Ballade wird mal zwischengeschoben, alles im Dienste der Vielfalt.

Das die Aufmachung der CD, die von vorne bis hinten an das DIE ÄRZTE Album “Debil“ angelehnt ist, durchaus Charme hat, sei nebenbei noch angemerkt. Den Weg aus der Eintönigkeit haben FSK18 gefunden, doch nehmen sie trotzdem nüchtern vorweg, dass sie den Punkrock nicht neu erfinden. Damit haben sie sicherlich Recht, jedoch könnte, kann oder muss man ihnen quittieren, das sie ihn auf eine etwas andere, eigenständige Art interpretieren und fabrizieren. Steff

www.fsk18rock.ch