KÄFER K – ZU VERWERFENDE PLÄNE

KÄFER K – ZU VERWERFENDE PLÄNE
(lala Schallplatten)

Zweites Album von KÄFER K, allerdings das erste, was mir zu Ohren kommt. Fühle mich beim Bandnamen auch gleich an einen alten Track der Gruppe GÄNSEHAUT erinnert, die damals mit dem Titel „Karl der Käfer“ in die neue deutsche Welle platze und sich aufgrund ihres kritischen Textes deutlich von der Konkurrenz abhob. Ich würde ja fast drauf Wetten, dass das „K“ für Karl steht, aber ich bin gerade knapp bei Kasse.

Schon nach dem ersten Song wird klar, die Platte von KÄFER K beinhaltet kein Material, dass man mal so nebenbei hören kann. Dafür braucht man Zeit und auch Kopf. Die Songgerüste sind wahrlich nicht die simpelsten und die Experimentierfreude, oder nennen wir sie Verspieltheit, ist riesig. Die Abläufe sind oft überraschend und nicht vorhersehbar, also nichts mit Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Solo, Refrain – das macht die Songs sicher spannender, dauert allerdings auch länger, bis sie sich einprägen.

Ich bin auch nach mehrmaligen Durchläufen hin und her gerissen, einerseits mag ich diese Art von „erwachsenem Punkrock“, mit seiner eigenständigen und außergewöhnlichen Art die Dinge zu umschreiben, andererseits wirkt das auf mich Etappenweise aber auch theatralisch anstrengend. Dass das natürlich auch mit der jeweiligen Tagesform zusammenhängen kann, ist nicht auszuschließen. Eine interessante Band sind KÄFER K auf alle Fälle. Spike

www.käferk.de