ABSERVIERT – ÜBERWACHUNGSEPISODE

ABSERVIERT – ÜBERWACHUNGSEPISODE
(Eigenproduktion)

Nach einer EP erscheint mit diesem Album nun der erste Longplayer der Eisenacher Band, der elf rotzige, aggressive HC-Punk-Songs und einen kurzen Bonus-Track enthält. Zwar wurde die CD schon im Dezember letzten Jahres herausgebracht, was mich aber nicht davon abhält, fast fünf Monate später auch noch meinen Senf dazu ab zu geben.

Ziemlich stürmisch geht die junge Band hier zu Werke und schreit ihre Wut und ihren Hass wuchtig heraus. Die Songs sind einfach gehalten und können durch Direktheit überzeugen. Der Stoff geht nämlich stramm nach vorne ab. Dabei grölt Sänger Wan seine Massage laut und roh ins Mikro. Und das ist auch gut so. Denn auch die Texte sind ziemlich angepisst und sowohl politischer als auch sozial- und auch szenekritischer Natur, wobei man kein Blatt vor den Mund nimmt. Aber man huldigt auch dem Genuss alkoholischer Getränke. Der Sound ist allerdings ein bisschen rumpelig, was aber nicht wirklich ins Gewicht fällt. Denn das knallt schon ziemlich gut rein und transportiert ordentlich Power, ist ungeschliffen und mit dem ein oder anderen Break versehen, so dass man sich nicht in Monotonie verliert. Wirkliche Abwechslung gibt es leider aber auch nicht zu hören.

Mit ihrem ersten Album hauen ABSERVIERT eine halbe Stunde lang so richtig auf die Kacke ohne sich um Konventionen zu kümmern. Auch wenn die Aussagen nicht die neuesten Weisheiten beinhalten oder gar tiefgründig sind, bringt man das alles ganz gut rüber. Herausgekommen ist unter’m Strich ein deftiges Punk-Album das man durchaus antesten und zudem über die Facebook-Seite der Band kostenlos runter laden kann. Mirko

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