OHL – FREIER WILLE

OHL – FREIER WILLE
(Sunny Bastards)

So, hier ist der Kamm, über den scheren wir erstmal alle Rechts- und Linksextremisten und dann ab mit ihnen in den Sack zu den religiösen Fanatikern und wahllos drauf geschlagen. Extremismus ist Extremismus und Glauben ist Glauben und alles gehört irgendwie zusammen, ist gleich schlecht und bedroht die Demokratie. Die OBERSTE HEERESLEITUNG bleibt sich und dem Befehl treu und macht keine großen Unterschiede.

Dass die Band aus NRW ihren Weg von Beginn an sehr konsequent geht und von diesem nicht abweicht, muss man ihr bescheinigen. Ein Fähnchen im Wind waren OHL nie und Ecken und Kanten wurden selten ausgelassen. Davon gibt es auch auf „Freier Wille“ wieder reichlich. Doch wo der eine abnickt und Beifall klatscht, weil endlich mal eine Band ausspricht was angeblich so viele denken, finde ich nach meiner Textdeutung Kritikpunkte in der Art und Weise, mit der man anderen ihre Überzeugung abspricht (so falsch man diese Überzeugung auch empfinden mag), denn genau dadurch wird der Eindruck vermittelt, als ob OHL die Wahrheit für sich gepachtet hätten. Und bei aller Kritik von Seiten der Band am Extremismus kann man außerdem nicht abstreiten, dass diejenigen die sie hier vorbringen komplett frei davon wären. Ganz und gar nicht, denn es finden sich mehrere Textzeilen von Deutscher W und seinen Jungs, die man genau unter diesem Begriff abheften könnte.

Es bleibt also wohl dabei, entweder man mag sie oder nicht – ein dazwischen existiert selten bis gar nicht! Ich gehöre auch nach diesem Album weiterhin der zweiten Gruppe an. Mich kannste damit jagen, ich kann damit nichts anfangen. Der OHL Liebhaber hingegen bekommt genau das was er verlangt und erwartet und was die Gruppe bisher auch immer ausgezeichnet hat. Spike

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