INFAMIA – DANZE MACABRE

INFAMIA – DANZE MACABRE
(Subwix / Nuclear Chaos / Ratto Rec. / Scimma Bastarda / Kalashnikow Collective / Rome burns again / Baobab Prod. / 29 Luglio)

Und weiter geht es mit DiY-Veröffentlichungen aus Italien. Auch diese CD ist schon etwas älter und wurde abermals von einem Label-Kollektiv produziert. Diesmal von INFAMIA aus Modena, die mit ‘Danze Macabre’ ihren ersten Longplayer veröffentlicht haben.

Gleich vornweg: Das düstere Cover der Scheibe gibt nicht so wirklich wieder, was einen hier musikalisch erwartet. Denn INFAMIA spielen nicht etwa New- oder Dark Wave sondern rüden HC mit Metall-Einschlag, der durchaus variantenreich ist. Manche Riffs erinnern dabei an diverse Trash-Metal-Bands der alten Tage. Leider kommt aber der rohe Gesang auf Dauer etwas eintönig rüber, auch wenn er ordentlich Power hat und Aggression versprüht. Der Sound orientiert sich dabei an den 80er und 90er-Jahren. Ungebügelt, krachend und heftig knallen die Songs aus den Boxen. Auch mal in etwas gedrosseltem Tempo, aber doch meist sehr flott. Auch hier verschließen sich mir die italienischen Texte, aber glücklicher Weise finden sich auf dem Booklet auch die englischen Übersetzungen, so dass mich der Eindruck überkommt, dass es hier sehr destruktiv und pessimistisch zur Sache geht. Und das bündelt der manchmal zum Screamo tendierende Gesang schon ganz gut.

Auf Dauer aber, so muss ich eingestehen, ist mir das etwas zu monoton – und 17 Songs sind auf dieser wütenden CD einfach zu viel. Im Vergleich zu meinen letzten drei Italo-Besprechungen bekommt INFAMIA deshalb auch ein paar Abzüge. Trotzdem ist das immer noch recht passabler, kritischer No-Future-HC mit einem gewissen Retro-Feeling. Mirko

www.myspace.com/infamiamodena