METTE NENSCHEN – SUICIDE FLASHMOB

METTE NENSCHEN – SUICIDE FLASHMOB
(Spirit Of The Streets Records)

Nee, das da oben ist kein Schreibfehler, die Band heißt wirklich METTE NENSCHEN. Wie man auf so ein Wort- bzw. Buchstabenspiel kommt, lässt sich anhand der Bandinfo nicht herausfinden, aber es wird wohl seine Gründe gehabt haben. Ist die erste Scheibe der Band aus Magdeburg, also wird sie den meisten wohl noch ziemlich unbekannt sein.

Gesetzt wird auf die harte Tour. Brachial Punk mit deftigem Hardcore- und Metaleinschlag, klingt musikalisch sehr böse und zieht stark in die DISCHARGE oder EXPLOITED Richtung. Wird jedenfalls ganz gut Dampf abgelassen bei der ganzen Geschichte und geht direkt ins Fressbrett. Die Stimme kommt ähnlich angepisst rüber und steckt voller wütender Emotionen und damit die Sache rund wird, sprechen auch die Texte eine sehr ungeschminkte Sprache. In diesen (gemeint sind die Texte), finde ich aber auch meinen größten Kritikpunkt. Das was als fies oder überdeutlich umworbenen wird kann meinetwegen auch als fies oder überdeutlich durchgehen, wurde aber partiell so überspitzt und plakativ nicht zu knapp überzogen, dass es in diesem Punkt in flachen Gewässern schippert.

So hat die Scheibe für mich einen faden Beigeschmack und bewegt sich zwischen Licht und Schatten. Die Musik findet in meinen Ohren Anklang und kann punkten, die Umschreibungen der angeprangerten Umstände hingegen (auch wenn so gewollt) sind hier und da sicher noch ausbaufähig. Spike

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