THE REAL MCKENZIES – WESTWINDS

THE REAL MCKENZIES – WESTWINDS
(Stomp Records)

20 Jahre nach Bandgründung und 4 nach dem letzten regulären Studioalbum, haben THE REAL MCKENZIES wieder die Segel gehisst um in See zu stechen. Nicht nur ich erlebte mit den letzten Alben der Kanadier ein Wechselbad der Gefühle. Zwischen obergeil, mittelmäßig weil identisch klingend und dem damit verknüpften Gefühl, dass die Band schwächelt weil langsam die Luft raus ist, war alles dabei. Doch die Dudelsackpunx haben das Boot wieder voll auf Kurs gebracht.

„Westwinds“ klingt nicht mehr ganz so glatt wie seine letzten beiden Vorgänger (die „Shine not burn“ mal außen vor gelassen), sondern bewegt sich wieder mehr in der Gegend von „Loch’d and Loaded“. In lupenreine Folk-Punk Smasher mischt sich viel Melancholie sowie feuchtfröhliche Augenzwinkerei. Ich hab auch das Gefühl, dass der Dudelsack wieder mehr zur Hand genommen wird und Beachtung findet oder auch einfach an diversen Stellen wieder etwas prägnanter in den Vordergrund gemischt wurde, was ich sehr erfreulich finde. Nur 2-3 Stücke haben sich an Bord geschmuggelt, die sich das Zertifikat „wertvoll“ voraussichtlich nicht verdienen werden, der Rest liegt sicher und weit über dem Durchschnitt und dafür sind nicht zuletzt die beiden Hits des Albums „I do what i want“ und „The Message“ verantwortlich.

Stürmische und ruhige Gewässer, all das gibt es auf der Reise mit diesem Album zu erleben, es kracht oft, aber es werden auch sanftere Töne angestimmt. Also für alle was dabei, was nicht heißen muss, dass alles allen schmeckt, aber auf dem 20 Jahre alten (jungen) Kutter bekommen die Mitreisenden so viel geboten, das garantiert kein Schottenrock trocken bleibt. Spike

www.realmckenzies.com