KEINE ZÄHNE IM MAUL ABER LA PALOMA PFEIFFEN – POSTSEXUELL

KEINE ZÄHNE IM MAUL ABER LA PALOMA PFEIFFEN – POSTSEXUELL
(Broken Silence Records)

Der Spruch, mit dem sich die Band selbst getauft hat, ist kein unbekannter. Die Band – bis jetzt – schon. Das offizielle Debütalbum, also dieses hier, wird diesen Umstand allerdings ändern, denn sowohl Interpret wie auch Albumtitel haben schon mal einen hohen Widererkennungswert.

Den streben die Songs auf “Postsexuell“ auch an, brauchen allerdings aufgrund ihrer Komplexität etwas mehr Zeit, um tiefer gehende Freundschaften zu schließen. Man muss investieren, die Ohren offen halten, denn KEINE ZÄHNE IM MAUL ABER LA PALOMA PFEIFFEN sind nichts für nebenher. Viele Einflüsse, die unter einen Hut gebracht werden wollen, was in eine schräge Mischung aus Wave, NDW und Punkrock mündet. Nicht unwahrscheinlich, das Platten von TREND, FRONT, FEHLFARBEN oder TURBOSTAAT zu den Stammgästen auf den heimischen Plattentellern der Musiker gehören und man auch TOCOTRONIC oder KRAFTKLUB nicht abgeneigt ist. Es ist ein wenig von allem mit einem hohen Maß an Spielereien. Ein breiter Spagat zwischen hier, heute und jetzt und den Achtzigern.

Die Kombination der Kieler Truppe mit den ausgefallenen Texten, bewegt sich weitab der Oberfläche, was einen gewissen Reiz garantiert. Damit verknüpft ist allerdings auch der Sachverhalt, hier keine leichte Kost vorgesetzt zu bekommen. Die Scheibe wird ihre Freunde finden, die wiederum und überwiegend in den Hörerkreisen der im Absatz zuvor erwähnten Bands zu finden sind. Ich tu mich damit z.Zt. noch etwas schwer. Steff

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