DISTANCE IN EMBRACE – THE BEST IS YET TO COME

DISTANCE IN EMBRACE – THE BEST IS YET TO COME
(Horror Business Records)

Ein gutes Cover für den ersten Eindruck ist immer die halbe Miete. Selbst wenn die Scheibe scheiße sein sollte, so mein erster Gedanke, die beiden Tänzer mit den Gasmasken im feinen Ambiente machen mächtig Eindruck und wenn hier irgendwann mal das Cover des Jahres gewählt werden sollte, ist das ein guter Anwärter auf den Titel. Wenn der Stoff auf dem kleinen Silberling dem in nichts nachsteht, dann könnte das ne´ Runde Sache werden.

Die Kapelle hat seit 2005 in regelmäßigen Abständen von 2-3 Jahren Scheiben veröffentlicht und “The Best Is Yet To Come“ ist das mittlerweile vierte Machwerk. Früh übt sich scheinbar und der Screamo Metalcore geht der Band aus Minden auch spielend leicht von der Hand. Das wirkt routiniert und in Verbindung mit der megafetten Produktion höchst professionell. Geschrei und melodischer Gesang greifen perfekt ineinander, auch wenn die Übergänge wie Sprünge in zwei verschiedene Welten sind, die immer wieder aufeinander knallen und dabei regelmäßig explodieren. Bei 6 Songs muss man zwar die Bezeichnung Mini-CD verwenden, aber dafür gibt’s noch ein Bonus Video zum Opener “No More Last Goodbyes“ obendrauf.

Der Graben zwischen Härte und Gefühl ist ein großer, doch die Brücke, die auf “The Best Is Yet To Come“ gebaut wurde, verbindet beide Seiten, so dass beliebig hin und her gewechselt werden kann. Ich dachte bisher immer, diese Klasse wäre nur den Amis vorbehalten, aber so kann man sich täuschen, denn DISTANCE IN EMBRACE könnten durchaus die Zwillingsbrüder von UNDEROATH sein. Steff

www.distanceinembrace.com