MOLOKO PLUS # 45

MOLOKO PLUS # 45
Moloko Plus
Feldstraße 10
46286 Dorsten

Auch diesmal hat es nicht lange gedauert – schwupp …und schon ist wieder eine neue Ausgabe des Moloko+ erhältlich. Und so lange es die Printausgabe noch gibt, sollte man sich auch diese Ausgabe wieder zu legen. Und das nicht nur, um sich in den öffentlichen Nahverkehrsmitteln die Zeit mit lesenswertem Stoff zu vertreiben, sondern auch, um manch Wissenswertes mitzunehmen.

Aber kommen wird doch gleich zum üppigen Inhalt, der einige Themen der letzten Ausgabe fortführt und neue Mehrteiler startet. So hält man den Leser nämlich clever bei der Stange. Los geht es mit der Fortsetzung der Historie des Skintonic-Fanzines, welches sich später mit dem ‘konkurrierenden’ Oi!reka-Fanzine zum SkinUp zusammen schloss. Mit Oi!reka Chefredakteurin Emma Peel ist daher auch ein Interview enthalten. Aber noch ein weiterer Fanzine-Macher wird interviewt. Nämlich Real Ralf Shock vom ehemaligen 3rd Generation Nation, dessen Redseligkeit leider erst in der nächsten Ausgabe ihre Fortsetzung findet. Aber auch einige Bands werden wieder vorgestellt. Ebenfalls der zweite Teil findet sich deshalb von der YOUTH BRIGADE-Story im Heft. Aber auch ein Bericht über die trinkfreudigen Briten von SERIOUS DRINKING, die mir – ehrlich gesagt – bisher unbekannt waren. Ein weiterer Mehrteiler startet mit dem ersten Teil des BONECRUSCHER-Reports, in dem deren Bassist Mike Kanel ausgequetscht wird. Dagegen hätte der Bericht über die 3 Wellen des Folkpunk allerdings ruhig etwas ausführlicher sein können. Auf wenigen Seiten werden einem hier hunderte Bandnamen um die Ohren gehauen, so dass ich die Hälfte schon am Ende des Artikels wieder vergessen hatte. Tieferen Einblick in ihr Treiben gewähren auch noch ein paar andere Aktivisten. Zum einen die Grazer Konzertgruppe ‘Pinstripe Connection’, die aus dem Alltag und von den Ärgernissen eines Konzert-Veranstalters berichtet. Zum anderen gibt es ein Special zu dem süd-kalifornischen Punk-Label ‘Modern Action Records’, welches mittlerweile sogar die Berliner Schwaben von MODERN PETS in den USA verlegen. Sehr gediegen hierbei, dass dem Heft eine eigens zusammengestellte Compilation besagten Labels in CD-Form beiliegt. Jede vertretene Band kommt zudem auch im Heft selbst kurz zu Wort.

Auch diese Ausgabe hat einen außerordentlich hohen Informationsgehalt, der auf angenehme und unterhaltsame Weise dargeboten wird. Sowohl aktuellem als auch dokumentarischem wird genug Platz eingeräumt und es ergibt wieder mal eine gute Mischung. Manches hätte man vielleicht ausbauen, manches etwas kürzen können, aber was soll’s. Jedenfalls bin ich immer noch betrübt, dass die Printausgabe in absehbarer Zeit eingestellt werden soll. Mirko

www.moloko-plus.de