ZWAKKELMANN – BRIEFMARKENALBUM

ZWAKKELMANN – BRIEFMARKENALBUM
(RilRec)

Es scheint ein ungeschriebenes und dennoch in den Köpfen fest verankertes Gesetz unter Fan- und E-Zinern (und sonstigen Pressefuzzis, die einfach überall und zu jeder Scheibe ihren Senf dazugeben müssen) zu sein. Über Schlaffke “Schließmuskel“ ZWAKKELMANN, bzw. seinen musikalischen Auswüchsen, schreibt man nichts Negatives. Entweder das mag man oder das mag man. Dabei wird “Punkrock“ als Überschrift gar nicht so groß geschrieben, aber vielleicht ist auch genau das das Geheimnis des Sympathieerfolges, welcher zu einem großen Teil auf Authentizität beruht.

Die Reise von Hamminkeln aus, wurde an einem wunderbaren Wintermorgen beim hiesigen Gemeindefest mit einer Kreidler Florett gestartet. Mindestens 365 Tage sollte sie dauern und in dieser Zeit nebenbei auch noch Musikgeschichte schreiben. Unterwegs traf der Protagonist kaputte Menschen, Neandertaler, dusselige Kühe, deutsche Herrenmenschen – also welche, die ihn schlichtweg am A. lecken konnten. Siggi Katlewski von EISENPIMMEL traf er auch, der war sogar kurz davor die Punk-Polizei zu holen, aber alles noch mal gut gegangen. Schlager, Trash, Pop, Indie, Geschrammel, Punk… Schlaffke´s Mixschüssel, um auf den Punkt zu kommen, ist riesengroß und so gibt es eine Freifahrt für alle diese Richtungen, mit dem Ziel sie zu vereinen.

Es galt bisher immer als uncool, jemandem sein Briefmarkenalbum zu zeigen. Alles Vorurteile, die durch ZWAKKELMANN der Vergangenheit angehören dürften. Viel Geld, schnelles Auto, schnieke Wohnung oder lässige Sprüche, damit beeindruckt man doch heute keine Braut mehr. Der beste und erfolgreichste Anmachversuch ist der mit dem Briefmarkenalbum. Der ist cool, zeitgemäß und der oder die Auserwählte wird mit großer Wahrscheinlichkeit anbeißen um zu erfahren, wie die Rote und die Blaue Mauritius sich anhören würden, wenn sie keine Briefmarken, sondern Lieder geworden wären. Steff

www.zwakkelmann.de