HUMAN PARASIT #11

HUMAN PARASIT #11
Philipp Bäppler
Norderstraße 35
24939 Flensburg

Fast zwei Jahre hat es gedauert bis die neue Ausgabe des HUMAN PARASIT erschienen ist. In der Zwischenzeit hat sich Bäppi mit einem neuen, englischsprachigen Fanzine beschäftigt, welches – in Anlehnung an das HP – A PARASITES LIFE heißt. Nun hat sich Bäppi aber entschlossen, auch die deutschsprachige Gazette wieder zu beleben und hat ein fettes A5 Heft vorgelegt.

Der Urlaub auf Gran Canaria wurde dabei gleich doppelt genutzt. Zum ersten, um einen ausführlichen Reisebericht zu schreiben und zum zweiten, um ein Interview mit Andreas Crack zu führen, der eine ganz besondere Verbindung zur Punkszene auf der Insel pflegt und sich als bekennender Homosexueller eingehend mit Homophobie in der eigenen Szene beschäftigt. Ein ausführliches Interview mit dem PANKERKNACKER-Fanzine findet sich ebenfalls in dem Heft, für welches besagter Herr Crack auch als Rezensent tätig ist. Da man zwischenzeitlich auch viel Zeit zum Lesen gefunden hat, ist aber auch die Fanzine-Review-Ecke sehr ausführlich ausgefallen. Aber es gibt auch Band-Interviews mit HC-Gruppen wie INNSONIA, PESTFEST oder RED WITH ANGER zu lesen, die alle wirklich interessant und informationsreich ausgefallen sind. Der Tour-Bericht der schwedischen Shooting-Stars THE BABOON SHOW kann ebenfalls überzeugen. Sehr gut gefallen kann auch die zweitseitige, fiktive und dysfunktionale Geschichte über das Schicksal der DREI ???  von Falk Fatal. Abgerundet wird das Heft mit einem Erfahrungsbericht über den Konsum von Marihuana und Haschisch, der auch viele wissenswerte Informationen über das Rauschmittel bereitstellt.

Die neue Ausgabe bietet wirklich viel und dazu noch interessanten Lesestoff, der mich wirklich eine Weile beschäftigt hat, denn es gibt hier eigentlich kaum etwas, was sich nicht lohnen würde gelesen zu werden. Auch die Aufmachung und das Layout des gehefteten Blättchens ist gelungen, so dass auch von der Optik her die Lesefreude nicht getrübt wird. Hoffentlich dauert es bis zur nächsten Ausgabe nicht wieder so lange! Mirko

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