SMOKEY BASTARD – TALES FROM THE WASTELAND

SMOKEY BASTARD – TALES FROM THE WASTELAND
(Bomber Music)

Leicht dreckig und verdorben hört es sich an, als würden 6 unrasierte britische Piraten seit Monaten auf hoher See sein und zwischen ihren Raubzügen und Saufgelagen musizieren. Die neue Scheibe der englischen Antwort auf die restliche Genrekonkurrenz hat es in sich, zündet noch dazu sehr schnell und hat mit dem, was man unter “Wasteland“ versteht, nichts am Hut.

Die SMOKEY BASTARD´s führen die traditionellen Folk-Parts gekonnt an die Modernisierung heran, haben aber stets ein Auge darauf, dass die alte Schule am längeren Hebel sitzt. Die elektronische Gitarre bewegt sich gut vernehmbar im Hintergrund und sorgt in Eintracht mit Banjo, Akkordeon und Mandoline für den nötigen Druck. Nebenbei bemerkt, der Banjo Spieler beweist in einigen Stücken, das er ziemlich flinke Finger hat. Die Kundschaft erwartet eine große Auswahl – Punkrock, Ballade, Cover (Mamma Mia von ABBA), Instrumental, ja sogar kurze A capella Stücke werden präsentiert, in denen die Jungs ihr Gesangstalent unter Beweis stellen. Diese sind allerdings die kleine Schwachstelle des Albums, weil sie die Power, oder soll ich sagen den Energiekreislauf, zuweilen unterbrechen.

“Tales from the Wasteland“ ist näher an den DREADNOUGHTS oder JAMIE CLARKE´S PERFECT, als an den allseits bekannten, punkigen Vertretern des Folks, aber das nur zur Orientierung, denn bei all der ganzen Parallelenzieherei, hat diese Band sich vielmehr ihren eigenen Stempel kreiert und diesen hinterlässt sie mit jedem verdammten Hit und davon hat diese Platte, die hier gerade in Dauerrotation dudelt, jede Menge. Lied Nr. 10 (Aspirations, I Have Some) ordnet sich sogar in die Riege der geilsten Songs mit ein, die ich in den letzten Monaten zu Gehör bekam. Ich muss schon sagen, das flasht mich ziemlich. Steff

www.smokeybastard.com