POLECATS – BROTHERS IN CRIME

POLECATS – BROTHERS IN CRIME
(Eigenproduktion)

Mit steigendem Bekanntheitsgrad von Bands wie LEFT ALONE oder TIME AGAIN stieg auch die Zahl der Kritiker und Nörgler, denn diese sahen nichts weiter als RANCID Klone in diesen und ähnlichen Bands. Was als negative Kritik gedacht war, empfand ich aber als äußerst positiv, denn viele Bands würden gern wie RANCID klingen, aber meistens bleibt es dann doch beim Versuch. Außerdem lassen sich die Herren um Tim Armstrong mit ihren Veröffentlichungen gerne ein wenig zu viel Zeit oder widmen sich Soloprojekten, die zwar meistens gut und interessant, aber aktuell im Falle von Lars Frederiksen´s THE OLD FIRM CASUALS auch mal ziemlich überflüssig sein können.

Mittlerweile dürfte man vermuten, dass zwischen dem Streetpunksound von RANCID und dem von den POLECATS aus Nordbayern eine gewisse Gleichartigkeit festzustellen ist und mit dieser Vermutung irrt man nicht. Der Bass setzt sich gut durch, die Gitarren sind Rock´n´Roll und der Gesang ist mehrstimmig. Der Sound kommt sehr direkt und die Stücke sind überwiegend kurz, knapp und knackig. Das ist noch die alte Schule, zu Zeiten der ersten beiden RANCID Scheiben, nur etwas langsamer, dafür aber irgendwie entspannter.

„Brothers in Crime“ besticht nicht durch meterhohe Iro´s oder kiloschwere Nieten, sondern durch Coolness und Lässigkeit, das hört man und das spürt man. Das altbekannte Rad wird freilich nicht neu erfunden, aber man kann nicht verneinen, dass hier ein gutes Feeling rüberkommt und ich deshalb von den Songs ganz gut angetan bin. Spike

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