KOMMANDO KAP HOORN – IM SOG DER FINSTERNIS

KOMMANDO KAP HOORN – IM SOG DER FINSTERNIS
(Impact Records)

Nach einem gefühlten Jahr Wartezeit, seit der Ankündigung des neuen Albums (wie lange war´s wirklich?), ist nun endlich die neue KOMMANDO KAP HOORN bei  mir eingetrudelt. Nachdem das Debüt der Band aus dem hohen Norden bei mir einschlug wie eine Bombe, war ich natürlich sehr gespannt, wie das schwierige zweite Album ausfallen würde.

KKH zeichnen sich durch intelligente Texte aus (diese Umschreibung ist leider ausgelutscht, aber treffend), bei denen auch tatsächlich eine Botschaft rüberkommt. Viele Bands quasseln schlau daher und man versteht im Endeffekt kein Wort. Das ist hier nicht der Fall. Des Weiteren werden diese aussagekräftigen, häufig von Seefahrerromantik geschwängerten Lyrics getragen von einem grandios fetten und rotzigen Gitarrensound, welcher gelegentlich mit schönen Solomelodien, die über dem Gesamtsound thronen, aufgepeppt wird. Kein nerviger Metalkram, sondern, schöne, einfache Melodien. So war Punk ja mal gedacht. Die pure Energie der geschredderten Akkorde sollte die Botschaft transportieren. Hier gibt es davon eine moderne, druckvolle Variante, die aber in keinster Weise glatt gebügelt daherkommt, wie viele moderne Produktionen. Leider konnte ich die Jungs noch nie live sehen, was wohl daran liegt, das sie ihre raren Liveshows häufig auch noch absagen. Ich hoffe, dass ich in Zukunft mal noch die Gelegenheit bekomme, KKH mal live zu sehen.

Bei mir zündeten die von einer gesunden, depressiven Grundstimmung geprägten Songs der neuen Platte erst nach mehrmaligem Anhören. Hier liegt die Messlatte durchgehend hoch, während das Debüt eher noch von einigen Hits geprägt war. In Kürze gibt’s hier noch ein Interview mit der Band! Also Augen auf! Chris de Barg

www.myspace.com/kommandokaphoorn