TAKK – IN DIESEN TAGEN

TAKK – IN DIESEN TAGEN
(Monster Artists)

Zur Einleitung gleich mal das Geheimnis des Bandnamens lüften, wozu wir uns lediglich ein wenig mit der isländischen Sprache beschäftigen müssen, denn dort, auf dem zweitgrößten Inselstaat Europas, bedeutet TAKK soviel wie danke. Soll also keiner sagen, bei Ugly Punk würde man nebenbei nicht in Fremdsprachen unterrichtet werden. Was für ein Crashkurs!

Wem der größte Dank der Band aus dem oberfränkischen Bamberg gebührt? Scheinbar den Damen dieser Schöpfung oder vielleicht auch nur einer Dame, denn „In diesen Tagen“ trieft förmlich von Herzschmerz und Liebesliedern und behandelt eigentlich auch nur das Thema Liebe mit all dem, was so dazu gehört – Sehnsüchte, Kummer, Freude, Zweisamkeit, die ganze Palette eben. Wenn Beziehungen oder Liebschaften so besser ver- oder aufgearbeitet werden können, oder auch wenn´s nur Träumereien sind die hier wiedergegeben werden, so will ich da nix gegen einwenden, denn Liebe ist ja auch ne´ schöne Sache, aber verbunden mit dem Deutschpop/Deutschrock der Band, bewegt sich diese Kombination bedauerlicherweise nur ungern aus den seichten Gewässern heraus. Auf der Suche nach Einprägsamkeit können zwar ein Paar Erfolge vermeldet werden, aber es geht doch alles sehr gesittet zu. Man kann von einem Package sprechen, was die Radiosender erfreuen dürfte.

Ich würde TAKK den Stempel Light-Version von JUPITER JONES aufdrücken, nur eben mit dem Unterschied, das sich textlich auf lediglich ein Spielfeld beschränkt wird. Es muss sich wahrlich nicht immer alles um Punkrock drehen und ich bin auch bereit, gerne mal einen Blick aus anderen Fenstern zu werfen. Folglich kann ich mir die Lieder „In der Nacht“, „Letzte Ausfahrt“ oder „In diesen Tagen“ auch gefallen lassen, mit dem Rest kann ich aber beim allerbesten Willen nichts anfangen. Aber wer auf REVOLVERHELD und so´n Kram steht, kann natürlich kurzerhand zulangen. Spike

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